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Görlitz

Kriminalität: Görlitzer danken Polizisten

Überraschender Besuch bei der Soko-Argus-Chefin Susanne Heise. Deren Arbeit zieht Kreise.

Joachim Rudolph dankt Soko-Argus-Chefin Susanne Heise für ihre Arbeit.
Joachim Rudolph dankt Soko-Argus-Chefin Susanne Heise für ihre Arbeit. © Raphael Schmidt

So ein Besuch könnte öfter kommen. Am Mittwoch dankten zwei Görlitzer Bürger der Chefin der Sonderkommission Argus, Susanne Heise, für deren Arbeit bei der Aufdeckung grenzüberschreitender Kriminalfälle. Bundesverdienstkreuzträger Joachim Rudolph und Raphael Schmidt nahmen die jüngsten Erfolgsmeldungen der vor knapp einem Jahr eingerichteten Soko zum Anlass für ihren Besuch.

Zuletzt konnten die Beamten der Sonderkommission Ende Juni eine Görlitzer Einbruchsbande ermitteln und ihre Mitglieder festnehmen. Sie sollen verantwortlich sein für eine Vielzahl von Einbrüchen im Görlitzer Stadtgebiet, darunter auch den spektakulären Diebstahl von Computern aus einer Arztpraxis in der Innenstadt.  

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In einer Halbjahresbilanz ihrer Tätigkeit berichtete die Soko Argus über 308 Ermittlungsverfahren mit 95 Tatverdächtigen. Einige von ihnen traten mehrfach in Erscheinung. Die Sonderkommission geht davon aus, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Serientäter sind. Von den Verfahren wurden bisher 156 Fälle aufgeklärt. Bei den Diebstählen waren es von 159 Fällen 74 geklärte. Die Soko setzte zudem verstärkt auf zweisprachige Zeugenaufrufe und Geldauslobungen.

Gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei war die Soko seit Dezember bei 46 Einsätzen im Grenzgebiet aktiv. An drei dieser Aktionen nahmen zudem Bundespolizei und Zoll teil. Ergebnisse unter anderem: 167 Straftaten, 1.059 Ordnungswidrigkeiten, 48 Fahndungstreffer. 

Rudolph und Schmidt dankten nun stellvertretend für alle Beamte deren Chefin, dass wieder das Gefühl gestärkt werde, "dass es Kompetenz, Schnelligkeit im Einsatz, aber auch Feingefühl im Umgang mit Geschädigten und verunsicherten Bürgern gibt. Das können wir dankbar aus eigenem Miterleben bei Betroffenen bestätigen". 

Die beiden Görlitzer wollten mit ihrem Besuch auch ihr Interesse an der Ermittlungsarbeit zeigen. "Wir können nur ahnen, dass Ihre Arbeit oft mühevoll ist und auch Misserfolge und Niederlagen kennt", erklärte Joachim Rudolph. "Bitte lassen Sie sich nicht entmutigen. Wir glauben an Ihre Fähigkeiten und auch den sogenannten „sechsten Sinn“, um Kriminelle aufzuspüren und Täter zu überführen."

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