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An der A14 zwischen zwei Lastern eingeklemmt

Ein Ukrainer soll einem Polen auf dem Rastplatz Hansens Holz schwere Verletzungen zugefügt haben. Trägt dieser eine Mitschuld?

Auf dem Rastplatz Hansens Holz an der A 14 soll ein Mann im Herbst 2019 zwischen zwei Lastern eingeklemmt worden sein.
Auf dem Rastplatz Hansens Holz an der A 14 soll ein Mann im Herbst 2019 zwischen zwei Lastern eingeklemmt worden sein. © Symbolfoto: Christian Essler

Region Döbeln. Der Vorfall ereignete sich bereits vor knapp zwei Jahren auf dem Rastplatz Hansens Holz an der A 14.

Dort soll der ukrainische Fahrer eines Sattelzuges einen Mann aus Polen zwischen zwei Lastern eingeklemmt haben. Dabei habe der Pole ein großflächiges Muskel-Décollement erlitten. Das heißt, durch äußere Gewalteinwirkung erfolgt eine Hautabschürfung, bei der eine Abtrennung der Haut vom darunterliegenden Gewebe vorliegt, ohne dass die Haut zerrissen wird.

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Allerdings sind vor Gericht weder der Geschädigte noch ein zweiter Zeuge, ebenfalls polnischer Staatsbürger, erschienen. Die Ladung soll ordnungsgemäß zugestellt worden sein, denn ihr liege der internationale Rückschein unterschrieben vor, sagt die Richterin.

Zeugen sind polizeibekannt

Noch vor Beginn der Verhandlung stellt sich heraus, dass der Pole, der bei Hansens Holz verletzt wurde, seit Ende November vergangenen Jahres in Leipzig in Untersuchungshaft sitzt. Bei einem Haftprüfungstermin sei entschieden worden, dass er dort auch weiterhin bleibt, erklärt die Richterin nach einem Telefonat mit der JVA.

Der zweite Zeuge ist vor Kurzem aus der Justizvollzugsanstalt Dresden entlassen worden. Beide sind seit Langem polizeibekannt. Sie sollen als sogenannte "Planenschlitzer" immer wieder auf Raststätten an Autobahnen geparkte Laster ausräumen. Dies sei nach Informationen von Sächsische.de auch Hintergrund des Geschehens im Herbst 2019.

Die Verhandlung, die durch zwei Dolmetscher unterstützt wird, soll nun Anfang September stattfinden. Dazu soll der geschädigte Pole aus der JVA Leipzig vorgeführt werden.

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