Leipzig
Merken

Behinderter Stiefsohn stirbt bei Brand: Mordprozess muss neu starten

Nach der Erkrankung eines Richters muss der Mordprozess gegen einen 71-Jährigen neu aufgerollt werden. Ihm wird der Mord an seinem behinderten Stiefsohn vorgeworfen.

 1 Min.
Teilen
Folgen
Am Leipziger Landgericht muss der Mordprozess gegen einen 71-Jährigen neu aufgerollt werden.
Am Leipziger Landgericht muss der Mordprozess gegen einen 71-Jährigen neu aufgerollt werden. © Jan Woitas/dpa (Symbolfoto)

Leipzig. Gut zwei Jahre nach dem Tod eines 47 Jahre alten gehbehinderten Mannes bei einem Brand in Beilrode (Landkreis Nordsachsen) muss der Mordprozess gegen den Stiefvater neu angesetzt werden.

Grund sei die Neubesetzung der Strafkammer wegen einer Erkrankung eines Richters, sagte ein Sprecher des Landgerichts Leipzig am Dienstag. Das Verfahren wegen Mordes und Brandstiftung gegen den 71-Jährigen hatte bereits am 23. Mai begonnen und startet nun am 6. September komplett neu.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den Brand gelegt zu haben, um mit einer Versicherungssumme im sechsstelligen Bereich einen Neuanfang zu wagen. Dabei habe er den Tod des 47-jährigen Sohnes seiner Lebensgefährtin, der im Haus gelebt hatte, zumindest billigend in Kauf genommen und heimtückisch gehandelt.

Bei dem Brand im Juni 2020 erlitt das Opfer schwerste Verbrennungen und starb an einer Rauchgasvergiftung. Sowohl der 71-Jährige als auch seine Lebensgefährtin kamen mit Verletzungen in ein Krankenhaus. (dpa)

Anzeige
Canalettos Meisterwerke einzigartig präsentiert
Canalettos Meisterwerke einzigartig präsentiert

Zauber des Realen: Die phänomenale Ausstellung "Bernardo Bellotto am sächsischen Hof" zeigt in der Gemäldegalerie Alte Meister Canalettos einzigartige Blicke auf das barocke Dresden und Umgebung.