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Döbeln: Sparschweindieb schwänzt Verhandlung

Ein Döbelner soll wegen Raubes und Diebstahls vor Gericht erscheinen. Dabei müsste er schon eine Haftstrafe absitzen.

Im November 2020 ist der Angeklagte unter anderem wegen des Diebstahls eines Sparschweins verurteilt worden. Nun soll er sich wegen Raubes und Diebstahls verantworten.
Im November 2020 ist der Angeklagte unter anderem wegen des Diebstahls eines Sparschweins verurteilt worden. Nun soll er sich wegen Raubes und Diebstahls verantworten. © Dietmar Thomas/Archiv

Döbeln. Die Katze lässt das Mausen nicht. Schon wieder ist eine Verhandlung vor dem Amtsgericht gegen einen Döbelner angesetzt.

Der Mann, der unter anderem Ende Januar 2020 in einem Friseursalon ein Sparschwein mitgehen ließ, ist im November 2020 zu einer Freiheitsstrafe von 8,5 Monaten verurteilt worden. Er müsste nach Lage der Dinge also hinter Gittern sitzen.

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„Es kann durchaus sein, dass sich eine Berufung so lange hinzieht. Zudem dürfen aufgrund der Corona-Situation nicht ganz so viele Häftlinge in den Gefängnissen untergebracht werden“, sagt Christoph Kuhn, Pressesprecher des Amtsgerichtes Döbeln, auf Anfrage.

Diesmal ist der Döbelner (Jahrgang 1960) wegen Raubes und Diebstahls angeklagt. Am 30. September 2020 soll er einer älteren Frau die Handtasche entrissen haben. Laut Polizeimeldung soll er aus einem Gebüsch gesprungen und ihr die Handtasche entrissen haben.

Die Frau hatte versucht, die Tasche festzuhalten, doch das Material gab nach. Der Räuber konnte mit der Tasche, in der sich Dokumente und etwa 150 Euro Bargeld befanden, flüchten.

Vorführung durch Polizei bleibt erfolglos

Ebenfalls im September soll der Angeklagte in einer Spielothek die Geldbörse einer Angestellten gestohlen haben. Diese bemerkte den Diebstahl schnell. Ein weiterer Kunde des Lokals habe die Verfolgung aufgenommen und die Geldbörse mit den Papieren der Frau gefunden. „Das Geld war aber weg, etwa 90 Euro“, berichtet die Frau.

Als der Angeklagte nicht erscheint, veranlasst Richterin Christa Weik die Vorführung durch die Polizei. Diese Maßnahme bleibt aber erfolglos. Eine Nachfrage bei den Nachbarn ergibt, dass der Mann gegen 7.30 Uhr das Haus verlassen hat, sie aber nicht wissen, wo er sich aufhält.

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Der Mann springt unvermittelt aus einem Gebüsch und überfällt die Frau. Die versucht sich zu wehren, hat letztlich aber keine Chance. Die Polizei sucht Zeugen.

Die Verhandlung muss neu angesetzt werden. Auch bis zur Verurteilung im November brauchte es mehrere Versuche, weil der Angeklagte jeweils nicht erschienen war. Die Richterin erlässt mit Zustimmung der Staatsanwältin einen Haftbefehl. „Der Aussetzung des Vollzugs wird ausdrücklich widersprochen“, fügt Christa Weik hinzu.

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