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Deutschland & Welt

Schüsse in Schweden: Verdächtige wieder frei

In Kristianstad wurden drei Menschen von Schüssen getroffen und schwer verletzt. Drei Teenager wurden festgenommen. Jetzt kamen sie wieder frei.

Zwei Polizisten stehen am Tatort nach mutmaßlichen Schüssen in Kristianstad auf einem Parkplatz.
Zwei Polizisten stehen am Tatort nach mutmaßlichen Schüssen in Kristianstad auf einem Parkplatz. © TT NEWS AGENCY/AP

Stockholm. Zwei Tage nach den Schüssen im Süden von Schweden mit mehreren Verletzten sind die drei festgenommenen Minderjährigen auf freien Fuß gesetzt worden. Das hat der zuständige Staatsanwalt Johan Eriksson nach Angaben seiner Behörde am Donnerstagnachmittag entschieden. Basierend darauf, was bei den Ermittlungen bislang herausgekommen sei, gebe es keine ausreichenden Gründe mehr, um die drei weiter festzuhalten. Der Verdacht gegen sie bleibe aber bestehen, sagte Eriksson mehreren schwedischen Medien.

Bei den Schüssen in der Nähe eines Einkaufszentrums in der südschwedischen Kleinstadt Kristianstad waren am Dienstag eine ältere Frau und zwei jüngere Männer schwer verletzt worden. Die drei männlichen Teenager waren noch am Abend unter dem Verdacht des dreifachen versuchten Mordes festgenommen worden. Sie sind nach Angaben der Ermittler unter 18 Jahre alt, aber über 15 und somit strafmündig.

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Kristianstad liegt in der südschwedischen Region Skåne und knapp 100 Kilometer nordöstlich von Malmö. Die Hintergründe der Tat werden im Banden-Milieu vermutet. Schweden hat seit längerem ein Problem mit Gewalttaten zwischen rivalisierenden Gangs, vor allem in den Großstädten, aber auch in vielen kleineren Orten.

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Vorfälle wie die Schüsse in Kristianstad sind für die Schwedinnen und Schweden somit längst kein Einzelfall mehr. Das zeigte am Donnerstag eine weitere Tat in Linköping knapp 300 Kilometer weiter nördlich: Auch dort fielen am Abend Schüsse, wie die Polizei meldete. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurden dabei zwei Menschen verletzt. Bei ihnen soll es sich nach Angaben der Zeitung "Expressen" um zwei jüngere Männer handeln, die mit nun sehr schweren Verletzungen im Krankenhaus liegen. (dpa)

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