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Grünes Gewölbe: Polizei fasst sechsten Tatverdächtigen

Ein 23-Jähriger ist am Donnerstag in einer Berliner Wohnung festgenommen worden. Außerdem sicherten die Beamten Beweismittel. Der Mann kam ins Gefängnis.

Nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe im November 2019 sicherte die Polizei auch rund um das Residenzschloss.
Nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe im November 2019 sicherte die Polizei auch rund um das Residenzschloss. © Sebastian Kahnert/dpa (Archiv)

Dresden. Im Zusammenhang mit dem Einbruch ins Grüne Gewölbe im November 2019 hat die Polizei einen sechsten Tatverdächtigen festgenommen. Der 23-jährige Ahmed R. wurde an diesem Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr gestellt. Die Dresdner Polizei nahm ihn in einer Wohnung in Berlin-Treptow fest.

Danach durchsuchten die Beamten die Wohnung und stellten dabei ein Handy sicher. Ahmed R. werden schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er - wie die bereits fünf Festgenommenen - unmittelbar an dem Einbruch in das Grüne Gewölbe beteiligt war. Nach der Tat sollen die Täter mit einem Auto geflüchtet sein, das sie anschließend in einer Pieschener Tiefgarage angezündet haben. Der 23-Jährige ist noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt worden. Er musste ins Gefängnis.

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Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen konnten bereits am 17. November 2020 in Berlin drei dringend Tatverdächtige festgenommen werden. Ein vierter Tatverdächtiger wurde am 14. Dezember 2020 in Berlin, ein fünfter am 17. Mai ebenfalls in Berlin festgenommen. Die Täter, auch der jetzt verhaftete Ahmed R., gehören alle zum sogenannten Remmo-Clan, heißt es aus Ermittlerkreisen. Dabei handelt es sich um eine arabischstämmige Großfamilie aus Berlin. Sie wird auch mit dem Diebstahl einer 100 Kilo schweren Goldmünze im Jahr 2017 aus dem Berliner Bode-Museum in Verbindung gebracht.

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Die Ermittlungen zu dem Einbruch ins Grüne Gewölbe dauern noch längere Zeit, stellen die Fahnder in Aussicht und begründen dies mit dem Umfang ihrer Arbeit und der Komplexität des Falls. Sie versuchen auch, aufzuklären, was aus den damals gestohlenen Kunstschätzen geworden ist.

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