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Totschlag an Nieskyer: Polizei kennt den Täter

Das Opfer und sein Mörder sollen nicht allein im Park gewesen sein. Alkohol war mit im Spiel.

Berliner Polizeibeamte sperren den Tatort im Zehlendorfer Loebellpark ab. Sonnabendnacht ist dort ein junger Mann niedergestochen worden. Er stammt aus Niesky.
Berliner Polizeibeamte sperren den Tatort im Zehlendorfer Loebellpark ab. Sonnabendnacht ist dort ein junger Mann niedergestochen worden. Er stammt aus Niesky. © dpa-Zentralbild/Paul Zinken

Der mutmaßliche Täter und das Opfer sind sich Sonnabendnacht nicht allein in einem Berliner Park begegnet. Das teilt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin aus den gegenwärtigen Ermittlungen zum gewaltsamen Tod eines 19-jährigen Mannes aus Niesky mit.

Der Nieskyer hatte sich mit ein paar Freunden in dem Loebellpark in Berlin-Zehlendorf in der Nacht zum Sonnabend vor einer Woche getroffen, um ein wenig zu feiern, teilt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage der SZ mit. Dabei soll Alkohol mit im Spiel gewesen sein. Wahrscheinlich hat der Alkoholkonsum die Situation aus einer Nichtigkeit heraus eskalieren lassen, als der 20-jährige mutmaßliche Täter nachts gegen 3 Uhr auf die Gruppe feiernder Jugendlicher gestoßen ist.

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Plötzlich das Messer gezogen

Der 20-jährige Berliner soll ebenfalls in Begleitung unterwegs gewesen sein. Was den Streit unter den jungen Leuten auslöste, ist bisher nicht bekannt geworden. Sie sollen sich vorher nicht gekannt haben. Die Auseinandersetzung muss so heftig gewesen sein, dass der ältere Jugendliche plötzlich ein Messer aus der Tasche zog und auf den jüngeren einstach.

Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen „kiezorientierten Mehrfachtäter“, der bereits polizeibekannt ist und schon öfter mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist. Laut Staatsanwaltschaft soll der junge Mann in den vergangenen Jahren mehrere kleine Delikte begangen haben. Sein Strafregister ist vielleicht der Grund, warum sich der Berliner am Tag nach der Tat in Begleitung eines Anwaltes der Polizei stellte. Ob er die Tat bereits gestanden hat, dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern. Die Ermittlungen laufen weiter, ebenso das Befragen von Zeugen.

Jugendliche hauen nach der Tat ab

Zu klären ist, was mit den Jugendlichen geschah, die zur Tatzeit mit im Park waren. Ein Anwohner hatte gegenüber Berliner Medien am Tag der Tat gesagt, dass er kurz vor 3 Uhr erst drei und dann noch einmal zwei Jugendliche beobachtete, wie sie aus dem Park flüchteten. Das erklärt den Umstand, dass erst Zeugen den Schwerverletzten kurz darauf entdeckten und die Rettungskräfte alarmierten. Laut Polizeimeldung versuchte ein Notarzt vergeblich, den 19-Jährigen im Park zu reanimieren. Er verstarb noch am Tatort.

Wann es zu einem Prozess kommt und ob der Tatverdächtige des Mordes oder des Totschlages angeklagt wird, darauf will sich die Staatsanwaltschaft noch nicht festlegen. Das sei noch zu früh, zumal man noch mitten in den Ermittlungen steckt, sagte ihr Sprecher.

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