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Roßwein: Fünf Anzeigen nach Verfolgungsjagd

Der Flüchtige wollte sich einer Polizeikontrolle entziehen. Nachdem er durch Roßwein gerast war, rannte er schließlich davon.

Die Polizei hat am Montag in Roßwein einen Kraftfahrer auf der Flucht gestellt.
Die Polizei hat am Montag in Roßwein einen Kraftfahrer auf der Flucht gestellt. © Archiv/Rene Meinig

Roßwein. Eine Verfolgungsjagd haben sich ein Fahrzeug und ein Polizeiauto am Montagvormittag im Stadtgebiet von Roßwein geliefert. Davon berichten Augenzeugen. Sie fühlten sich zumindest ansatzweise an den Drehort für einen Krimi versetzt.

Wie Marcus Gerschler von der Polizeidirektion (PD) Chemnitz am Nachmittag konkretisiert, ist Beamten des Döbelner Reviers bei einer Streifenfahrt auf der Talstraße nahe der Einmündung Hauptstraße/Hohenlauft ein Pkw Fiat aufgefallen.

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Der Fahrer sei mittels des Anhaltesignals "Stopp, Polizei" aufgefordert worden, für eine allgemeine Verkehrskontrolle stehen zu bleiben. "Doch der Mann beschleunigte seinen Wagen und fuhr Richtung Roßwein weiter", schildert Gerschler.

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Nach aktuellem Kenntnisstand der Polizei sei der Flüchtende danach mit bis zu 80 Stundenkilometern durch das Stadtgebiet von Roßwein gefahren: die Döbelner- und Nossener Straße bis zur Straße Am Stollen. Weiter versuchte er der Polizei über die Gebergasse, Auf dem Werder und die Rüderstraße zu entkommen. Dort habe der Mann den Fiat stehen gelassen und sei zu Fuß weitergelaufen. Auf der Döbelner Straße konnten ihn die Beamten schließlich stellen.

Drogenschnelltest bei Fahrer positiv

"Bei dem Fahrer des Fiat handelt es sich um einen 39 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen", sagt Marcus Gerschler. Ein umgehend durchgeführter Drogenschnelltest habe positiv auf Amphetamine reagiert. Aber es gab auch noch weitere Feststellungen.

Laut dem Polizeisprecher ist der Mann nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins. Der Fiat war nicht zugelassen, und auch die am Auto angebrachten Kennzeichen waren gefälscht.

Der 39-Jährige bekommt jetzt fünf Anzeigen zugestellt: wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotener Fahrzeugrennen, dem Fahren unter Einwirkung berauschender Mittel sowie des Verdachts der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Führerschein.

Hinweis: Der Bericht ist am Montag um 16.45 Uhr mit aktuellen Angaben der Polizeidirektion Chemnitz aktualisiert worden.

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