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Kamenz

Krippen sind der Renner

Im Großröhrsdorfer Heimat- Museum ist schon die nächste Sonderschau geplant.

Norbert Littig, Pfarrer i. R., sammelt seit Jahrzehnten Weihnachtskrippen. (Archivfoto)
Norbert Littig, Pfarrer i. R., sammelt seit Jahrzehnten Weihnachtskrippen. (Archivfoto) © Frank Sühnel

Großröhrsdorf. Der Großröhrsdorfer Leiter des Heimatmuseums, Mathias Hennig, ist zufrieden. Die jüngste Sonderausstellung habe gut eingeschlagen und viele Besucher interessiert. Deshalb werde sie verlängert und noch bis Ende Februar zu sehen sein. Sogar der MDR sei hereingeschneit und habe einen kurzen Beitrag für den Sachsenspiegel gedreht. Der kam Anfang des Jahres ins Fernsehen. Auch davon erhofft sich der Museumsleiter noch einen Schub.

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Es ist eine Ausstellung mit Weihnachtskrippen aus aller Welt – über einhundert davon sind in dem kleinen Ausstellungsraum zu sehen. Sie stammen aus der Sammlung des Großröhrsdorfer Pfarrers i. R. Norbert Littig. Er trug sie über Jahrzehnte zusammen. Die größten Figuren sind 80 Zentimeter hoch, eine der kleinsten hat in einer Mohnkapsel Platz. Die Älteste stammt aus dem Jahr 1920. Die Sammelleidenschaft hatte keinen besondern Auslöser. Es habe sich einfach ergeben, so Norbert Littig. Er erwähnt auch den politischen Hintergrund vieler Sammelstücke. So wurden Krippen in religionsfeindlichen oder antichristlichen Zeiten zum Symbol. Zugleich verweist er beim Thema Flucht auf die aktuelle Dimension der Krippen. Auch humorvolle Darstellungen ziehen die Blicke an, wie die Hipster-Krippe, in der Maria und Joseph ein Selfie mit Jesus-Kind in der Krippe schießen.

Die nächste Sonderschau im Großröhrsdorfer Heimatmuseum mit Bildern ist schon in der Vorbereitung.
Die nächste Sonderschau im Großröhrsdorfer Heimatmuseum mit Bildern ist schon in der Vorbereitung. © Repro

Die nächste Ausstellung im Heimatmuseum ist unterdessen schon in der Planung. Das werden Bilder sein von Matthias Trauzettel, dem malenden Tierarzt aus Burkau und begeisterter Aquarianer im Verein „Exotica“ in Bretnig. Von der Aquaristik kenne er den Matthias Trauzettel aus früheren Zeiten, so Mathias Hennig. Sein Bruder habe als Architekt die Sanierung des Museums begleitet. Matthias Trauzettel habe sofort zugesagt. Impressionen aus der Oberlausitz werden zu sehen sein, Aquarelle und Pastelle. Außerdem sei Dr. Trauzettel auch als Buchillustrator aktiv. Der Tierarzt zeichnete schon als Kind gern. Bis heute pflegt er dieses Hobby. Wenn er male und zeichne, sagte er einmal, dann erscheine ihm „die Welt viel bunter und alles, auch die kleinen Dinge, viel schöner und bedeutsamer. 

Die Liebe und das Talent zum Malen verdanke er vorwiegend seinem Vater, der Architekt und Hochschulprofessor an der TU Dresden war. Der Vater hätte es wohl gern gesehen, dass sein Sohn Malerei/Grafik studiert, doch Matthias Trauzettel wollte „etwas Richtiges lernen“ und wurde Tierarzt. Mit seinem Hobby, der Malerei, wurde er in der Oberlausitz zunächst durch seine Holz- und Linolschnitte bekannt. Besonders gern malt Matthias Trauzettel großformatige Aquarelle: Landschaften der Oberlausitz, Umgebindehäuser. Zu Ostern soll seine Ausstellung in Großröhrsdorf eröffnet werden. Bis Ende Februar gibt es aber noch die Weihnachtskrippen zu sehen: kommenden Sonntag und dann wieder jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr.

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