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Kritik am Kopfsteinpflaster

Seit Langem setzt sich die Seniorenvertretung sich für eine bessere Lösung zwischen Aufzug und Domplatz ein, heißt es aus dem Vorstand.

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© SZ-Archiv/Claudia Hübschmann

Von Marcus Herrmann

Meißen. Die vor Kurzem veröffentlichte Anfrage der Grünen im Landtag zu den weiteren Plänen des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB) bezüglich eines behindertengerechten Zugangs vom Panorama-Aufzug zum Domplatz wird durch die Seniorenvertretung Meißen begrüßt. „Wir freuen uns, dass der behindertengerechten Gestaltung des Meißner Domplatzes dadurch wieder Beachtung zukommt“, sagt der Vorsitzende Günter Brendel. Schon länger seien die Vertretung und die Meißner Bürgerschaft um eine ernsthafte Lösung des Problems bemüht. Derzeit führt der Zuweg zur Burg über Kopfsteinpflaster und ist etwa für Rollstuhlfahrer alleine kaum zu bewältigen.

Die Seniorenvertretung, so Brendel, habe sich bereits im Oktober 2015 an den Vizepräsidenten des Sächsischen Landtages Horst Wehner (Die Linke) mit der Bitte um Unterstützung gewandt. „Im Februar hat dann eine gemeinsame Beratung mit dem Leiter der SIB, Niederlassung Dresden, Ludwig Coulin stattgefunden. Die SIB hat 2011 die Gestaltung des Meißner Domplatzes abgeschlossen“, sagt Günter Brendel. Im Zuge dieser Beratung seien auch Skizzen und Vorschläge zur Gestaltung des Domplatzes durch den ehemaligen Meißner Stadtbaubürgermeister Krause vorgestellt und übergeben worden.

Seitens des Sächsischen Staatsministeriums für Finanzen sei in der Folge am 11. September dieses Jahres ein Schreiben von Finanzminister Georg Unland (CDU) an den Vizepräsidenten des Sächsischen Landtages eingegangen. Darin wurde zugesichert, dass die Verantwortlichen der SIB noch in diesem Jahr während eines Workshops die Gesamtsituation nochmals planerisch untersuchen. „Im Ergebnis dessen sollen Lösungsvorschläge erarbeitet und mit dem Denkmalschutz und der Stadt Meißen abgestimmt werden. Anschließend hoffen wir, dass dem zeitnahe Entscheidungen folgen werden“, erklärt Brendel.

Innerhalb der Seniorenvertretung wünsche man sich, dass die „unendliche Geschichte“ noch ein glückliches Ende finden wird. Im Internet wirbt die Garten, Burgen und Schlösser GmbH Sachsen damit, dass die Albrechtsburg ein Trendsetter in Sachen Barrierefreiheit sei.