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Meißen

Kritik am Tierwohlsiegel

Innungs-Obermeister Andreas Münch sieht für Kunden kaum einen Gewinn.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) präsentiert im Januar 2017 auf dem Messegelände in Berlin ein neues staatliches Label für mehr Tierwohl.
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) präsentiert im Januar 2017 auf dem Messegelände in Berlin ein neues staatliches Label für mehr Tierwohl. ©  dpa

Lommatzsch/Dresden. Die zunehmende Zahl von Siegeln, Marken und Labeln auf Lebensmitteln machen es dem Verbraucher unmöglich, für jeden Einzelfall nachzuvollziehen, was genau diese Zeichen aussagen sollten. Aus diesem Grund sieht die Fleischerinnung Nordostmittelsachsen das neu eingeführte Tierwohlsiegel eher kritisch. 

„In manchen Fällen kennzeichnen sie im Grunde nicht mehr als den gesetzlichen Mindeststandard“, schreibt Innungsobermeister Andreas Münch in einer aktuellen Pressemitteilung. So werde der Verbraucher verwirrt. Das laufe völlig konträr zum eigentlichen Anliegen der Branche.

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Gefragt ist aus Sicht des Lommatzscher Fleischermeisters ein ganzheitlicher Ansatz, der möglichst alle Bereiche – von der artgerechten Haltung über den schonenden Transport bis zur fachgerechten Schlachtung – umfassen sollte. 

Sachsens Fleischer hätten hierfür individuelle Lösungen gefunden. Diese reichten von Einzelverträgen mit den jeweiligen Lieferanten bis hin zu Gemeinschaftsprojekten mit der regionalen Landwirtschaft. Handwerkliche Fleischereien vertrieben ihre Produkte zudem hauptsächlich über Bedientheken, so dass die Kunden jederzeit fragen und sich Rat einholen könnten. (SZ/pa)

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