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Kritik an der Asylpolitik

Ein Bautzener hatte für Sonnabend zu einer offenen Runde auf den Kornmarkt eingeladen.

© Carmen Schumann

Bautzen. Bei einer Versammlung auf dem Bautzener Kornmarkt wurde am Sonnabend die aktuelle Asylpolitik kritisiert. Nach Angaben der Polizei nahmen etwa 130 Personen an der Veranstaltung teil. Diese stand unter dem Motto „Sozialer Friede – Innere Sicherheit“. Der Bautzener Sozialarbeiter Stephan Juros hatte die Runde angemeldet. Ihm gehe es darum, die weitere Spaltung der Gesellschaft zu verhindern, begründete er seine Initiative. Deshalb stand das Mikrofon am Sonnabendvormittag allen Teilnehmern offen.

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Verschiedene Redner äußerten Kritik an der Asylpolitik. Die Aufnahmefähigkeit der Gesellschaft dürfe nicht überfordert werden, lautete eine Forderung. Straftäter müssten konsequent abgeschoben und Parallelgesellschaften verhindert werden. Andere Beiträge wandten sich gegen eine negative Darstellung Sachsens in den Medien und gegen eine Teilnahme am Syrienkrieg. Es wurde aber auch der Verdacht geäußert, Personen, die in Chemnitz den Hitlergruß zeigten seien vom Verfassungsschutz eingeschleust. Ein Redner nannte den Islam eine faschistische Ideologie. Vereinzelt gab es „Merkel muss weg“-Rufe.

Laut Polizei kam die Mehrzahl der Teilnehmer aus der „Mitte der Bevölkerung“. Die Versammlung sei friedlich verlaufen, Polizei und Versammlungsbehörde waren mit 15 Beamten vor Ort. (SZ)