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Kritik an der Telekom

Mitarbeiter des Unternehmens fielen im Oberland als unseriöse Hausierer auf. Der Sprecher der Telekom klärt auf.

© dpa

Zu zweit haben die Männer nachmittags vor der Haustür gestanden. Sie trugen augenscheinlich Dienstkleidung der Telekom. Trotzdem kam ihr Anliegen einem Neugersdorfer komisch vor. Denn sie versprachen in den nächsten Tagen eine bessere Leistung des Internets im Wohngebiet. Dazu wollten sie personenbezogene Daten in Erfahrung bringen. Der Gefragte rief daraufhin im Kundencenter der Telekom an. Dort mahnte man ihn zur Vorsicht, berichtet er. Die ist bei „Haustürgeschäften“ immer geboten. Doch in diesem Fall hatte die Mitarbeiterin im Service-Center wohl nicht die aktuellsten Informationen aus dem eigenen Unternehmen bekommen.

Offiziell gibt die Telekom Entwarnung. Im Oberland sind derzeit sogenannte Direktvermarkter der Telekom unterwegs, teilt Georg von Wagner, Pressesprecher des Unternehmens auf Nachfrage mit. Sie tragen Jacken und Hemden mit dem Telekomlogo. Jeder Mitarbeiter könne sich außerdem mit einem Autorisierungsschreiben ausweisen. Im Zweifel sollten sich verunsicherte Einwohner dieses zeigen lassen. Hilfe gibt es auch unter der Service-Rufnummer 0800 8266347.

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Um Bestandskunden beraten zu können, brauchen die Telekom-Mitarbeiter neben der Rufnummer ein sogenanntes Kundengeheimnis, also eine Art Zugangscode. Dies kann zum Beispiel das Geburtsdatum des Anschlussinhabers oder seine Kundennummer sein. Anhand dieser Daten kann der Mitarbeiter einsehen, welche Produkte für den Kunden möglich sind. „Es handelt sich also nicht um Betrug oder eine üble Masche“, sagt von Wagner. Das sei vielmehr ein sehr erfolgreicher Vertriebskanal der Telekom. (szo/rok)