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Kritik an Hilberts Bürgerfest

Der Oberbürgermeister appelliert, am Montag ein Zeichen gegen Pegida zu setzen. Einige halten das für zynisch.

Von Andreas Weller

Klare Worte hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gegen Pegida gefunden. Die Pöbeleien und peinlichen Szenen vom Einheitstag, die durch ganz Deutschland gingen, ließen ihm den Kragen platzen. Deshalb hat er einen Brief an die Dresdner geschrieben und darin aufgerufen, am 17. Oktober ab 17 Uhr zum Bürgerfest auf den Neumarkt zu kommen.

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Das ärgert Paula Sachsen und Markus Papperitz. Sie sind die Organisatoren von „Dresden ist bunt“, die vergangene Woche zur Schirmaktion auf dem Neumarkt aufgerufen hatte, um der Stadt eine Atempause und einen Moment der Ruhe zu geben, wie sie sagen. Jetzt kritisieren sie OB Hilbert.

Dieser „erdreiste“ sich, ein Fest an dem Tag durchzuführen, an dem Pegida ursprünglich seinen Jahrestag begehen wollte. „Nur durch Engagement zahlreicher Institutionen musste Pegida von diesem Datum abrücken.“ Jetzt nutze Hilbert das Datum für sich und gehe in Konkurrenz zu „Herz statt Hetze“, die Demonstrationen und eine Kundgebung planen.

„Dresden bleibt bunt“ sei nicht nach feiern zumute, „da Pegida nur auf einen anderen Tag gelegt, damit jedoch nicht weniger präsent ist“. Zwar sei Hilbert aus seinem „Dämmerschlaf“ erwacht. „Dass er jetzt jedoch sagt, es bedarf des Engagements der Bürger, halten wir für zynisch“, so die Initiatoren. V

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Viele Bürger engagieren sich seit Jahren gegen Pegida. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Situation eskaliert, weil Pegida-Frontmann Lutz Bachmann dazu aufgerufen habe, eine „Raucherpause“ auf dem Neumarkt einzulegen. Dies war auch der Auslöser für die Pöbeleien am 3. Oktober. Rathaussprecher Karl Schuricht wollte das nicht kommentieren.