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Freital

Kritik an Lederfabrik-Plänen

Auf dem Gelände will die Stadt einen großen Bürokomplex errichten. Ein Stadtrat bezeichnet das als heiße Luft.

So soll der nachfolge-Bau der Lederfabrik aussehen. © Stadt Freital

Für rund 30 Millionen Euro will die Stadt Freital einen Verwaltungskomplex anstelle der Lederfabrik bauen. Die Pläne, die in der vorvergangenen Woche erstmals öffentlich vorgestellt wurden, stoßen auf Kritik.

„Die veranschlagten Baukosten kann weder die Stadt noch der ohnehin klamme Kreis stemmen“, teilt FDP-Stadtrat Lothar Brandau in einem Pressestatement mit. „Alles heiße Luft und die Verwaltung wird immer teurer. Wer soll das Geld erwirtschaften?“ Er kritisiert, dass die Verwaltungsausgaben und damit die Mehrbelastung für die Bürger mit dem Vorhaben gesteigert werden sollen anstatt innovativer Arbeitsplätze auf dem Lederfabrikareal zu schaffen. Brandau hatte sich jahrelang für den Erhalt der Lederfabrik und dessen Sanierung stark gemacht. Es sollte zu einem Zentrum für junge Unternehmen umgebaut werden.

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Stadtrat Lothar Brandau kritisiert die Pläne.  © privat

Der FDP-Stadtrat kritisiert außerdem die Architektur des geplanten Verwaltungskomplexes. „Eine kulturell hochwertige historische Schlossfassade würde ersetzt durch gesichtslose Architektur. So sieht nachhaltige Stadtentwicklung nicht aus“, schreibt er.

Nach einer umfangreichen Untersuchung der Lederfabrik hatte sich der Freitaler Stadtrat mehrheitlich für den Abriss des ruinösen Gebäudes ausgesprochen. Die Arbeiten dafür sollen im August beginnen und etwa sieben Monate später abgeschlossen sein. Anschließend soll das Gelände begrünt und zu einem Park mit einem offenen Bachlauf umgestaltet werden. An den Rändern des Parks wäre Platz für das Verwaltungszentrum. Die Bauarbeiten dafür sollen nach Angaben der Stadt 2022 beginnen. Allerdings ist unter anderem die Finanzierung noch nicht gesichert.

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