Merken

Kritik an neuer Ampelregelung

Die vermeintliche Verbesserung für Linksabbieger in Richtung Winkwitz sorgt zu Stoßzeiten für Stau und behindert VGM-Busse.

Teilen
Folgen
© Kristin Richter

Von Marcus Herrmann

Meißen. Die 10 000 Euro teure Umrüstung der Ampelkreuzung Elbtalbrücke/Hafenstraße sollte die Verkehrssituation an der unfallträchtigen Kreuzung beruhigen. Linksabbieger in Richtung VGM haben nun eine eigene Ampelphase zum Abbiegen. In dieser Zeit kommen ihnen keine Fahrzeuge von der B 101 entgegen. Doch zum einen ist die Ampelphase nur wenige Sekunden lang, zum anderen hat die Regelung Einfluss auf den Verkehr aus Richtung Winkwitz. Deshalb gibt es viel Kritik. „In den Stoßzeiten wird es zum Problem, dass die Bushalteampel vor der Kreuzung neuerdings nicht mehr in Betrieb ist. Dadurch fahren die Fahrzeuge bis zur Kreuzung vor, wo sie länger warten müssen. Die Folge sind Staus, wodurch die Ein- und Ausfahrt zur VGM für die Busfahrer teilweise nicht mehr möglich ist“, berichtet der Meißner Heiko Knorr. Besonders schlimm sei es, sobald sich hinter einem Bus, der als Linksabbieger in die Hafenstraße wegen Stau nicht in die VGM-Einfahrt kommt, eine Schlange bildet.

„Die Autos blockieren dann die gesamte Kreuzung“, so Knorr. Wie er haben zahlreiche Meißner die neue Regelung auf der Facebook-Seite der SZ kritisiert. Die Wartezeiten in Richtung Winkwitz seien an der Ampel nun länger als zuvor, die Einfahrt zur VGM häufig blockiert, heißt es unter anderem. Laut Stadtverwaltung soll sich die Situation Anfang März verbessern. Dann soll eine Induktionsschleife eingebaut werden, die die Ampelphasen je nach der Zahl der wartenden Linksabbieger steuert. Das Problem der einfahrenden Busse an der nicht funktionierenden Bushalteampel ist damit jedoch nicht gelöst.