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Kritiker treffen Planer der Oskarstraße

Seit fast einem Jahr ruht der Bau am Strehlener Bahnhof. Jetzt steht ein wichtiger Termin bevor.

© Christian Juppe

Von Christoph Springer

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Knapp eine Million Euro hat der Baustopp auf der Oskarstraße die Stadt und die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) allein bis zum Ende des vergangenen Jahres gekostet. Damals ruhten die Arbeiten seit rund acht Monaten. Der Grund für die lange Pause war ein Fehler bei der Präsentation der Planungsunterlagen. Es fehlten wichtige Teile, stellte das Oberverwaltungsgericht Bautzen im Frühjahr 2017 fest, Stadt und DVB mussten nachbessern. Das klappte nicht zu 100 Prozent. Nachdem die Unterlagen im Sommer 2017 zum zweiten Mal ausgelegt und diskutiert worden waren, meldete sich die Landesdirektion Sachsen (LDS) zu Wort und forderte eine neue Untersuchung der künftigen Verkehrsbelastung. Der Grund: Inzwischen lagen neue Prognosezahlen vor. Ein Kritiker des Bauvorhabens hatte die Behörde damals schriftlich auf diese Zahlen hingewiesen, daraufhin musste neu gerechnet werden.

Das ist inzwischen erledigt. Außerdem hat die LDS mittlerweile die Einwände zu den aktuellen Plänen ausgewertet. Am Dienstag haben die Kritiker nun Gelegenheit, ihre Bedenken noch einmal mündlich zu erläutern. Dazu treffen sie in der Landesdirektion auf Vertreter der Planer und die LDS-Mitarbeiter, die die Baupläne letztlich absegnen müssen.

Bei diesem Treffen sollen Lösungen für die Einwände und Änderungen gefunden werden, die die Kritiker vorgebracht haben. „Die vorliegenden Einsendungen, insgesamt neun, werden dabei nacheinander behandelt“, sagt LDS-Sprecher Holm Felber. Er geht davon aus, dass an diesem Tag alle neun Hinweise abgearbeitet werden können, ein Fortsetzungstermin sei nicht geplant. Danach müssen die dabei abgesprochenen Änderungen in die Baupläne eingearbeitet werden. Erst dann kann die LDS den Bau wieder freigeben.

Die Stadtverwaltung und die Verkehrsbetriebe hoffen, dass das noch im Frühjahr passiert. Dann könnte es auf der Oskarstraße zügig weitergehen und die neue Gleistrasse mit etwa einem Jahr Verspätung in Betrieb genommen werden. Das Ziel der DVB: Bis zum Beginn der Adventszeit soll sie am Netz sein. Denn dann fahren regelmäßig besonders viele Menschen Bus und Bahn. Lücken im Gleisnetz versuchen die DVB-Verantwortlichen, deshalb in der Vorweihnachtszeit zu vermeiden.