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Kronleuchter der Christuskirche sind wieder komplett

Der vor mehreren Jahrzehnten abgestürzte Leuchter des Leutersdorfer Gotteshauses wurde in Tschechien anhand von alten Fotos restauriert.

© Rafael Sampedro

Von Holger Gutte

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Leutersdorf. Dank vieler kleiner und großer Spenden konnte nun die Evangelische Kirchgemeinde in Leutersdorf zum Ende des vergangenen Jahres den letzten und zugleich auch größten Kronleuchter der Christuskirche nach historischen Aufnahmen restaurieren lassen. Zur Christvesper am Heiligen Abend ist der Kronleuchter feierlich in Dienst genommen worden und konnte zum ersten Mal wieder erstrahlen.

Nun sind alle vier Lüster aus böhmischem Glas wieder komplett restauriert, schildert Pfarrer Robert Mahling. Damit endete für die Christuskirche in Leutersdorf nun ein über mehrere Jahrzehnte währendes Provisorium.

Der Kronleuchter ist in den 1970er Jahren abgestürzt. Seither musste die Kirchgemeinde auf ihn verzichten. In Kamenicky Senov (Steinschönau) in Tschechien ist er im kleinen Familienbetrieb von Petr Nemlein wieder restauriert worden. Die Firma ist für das Restaurieren von Kronleuchtern weit über die tschechischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Schon einige Leuchter aus Gotteshäusern der Oberlausitz sind hier mittlerweile wieder in Ordnung gebracht worden.

Der um 1900 bis 1905 gebaute Leuchter ist etwa 1,30 Meter groß. Petr Nemlein hat ihn anhand von alten Fotos und nach bestem Wissen nachgebaut“, berichtet Pfarrer André Rausendorf.

Er hofft, dass es auch mit den noch ausstehenden Arbeiten am Turm der Christuskirche planmäßig weitergeht. Die Turmspitze muss fertig werden. Einige Arbeiten sind noch am Putz und den Fenstern notwendig. Außerdem sollen wieder die Holz-Jalousien in Höhe der Glocken angebracht werden und Restarbeiten sind auch noch weiter unten am Sandstein des Turmes notwendig, schildert André Rausendorf. Und nicht zuletzt soll beim Verbindungsbau der Leutersdorfer Christuskirche das Dach gemacht werden. „Naja, und dann müssen natürlich auch die Glocken wieder rein“, sagt er.

Arbeit gibt es am evangelischen Gotteshaus in der Gemeinde Leutersdorf also noch reichlich. Pfarrer André Rausendorf hofft dennoch, dass das Gerüst am Turm vielleicht schon Mitte des Jahres abgebaut werden kann.