merken

Küche fürs Freibad ist da

Die Kommune stattet den Imbiss im Stadtbad mit neuer Technik aus. Der bisherige Betreiber hatte eigene Geräte mitgebracht.

© Dietmar Thomas

Von Heike Heisig

Leisnig. So viel Küchentechnik hat Rettungsschwimmerin Heike Rentsch daheim nicht. Doch sie muss bei schönem Wetter auch nicht Hunderte hungrige Badgäste beköstigen. Dafür werden zwei Umluftgewerbekühlschränke, zwei Tiefkühltruhen, mehrere Edelstahlarbeitstische, ein Glaskeramikherd, eine Elektro-Grillplatte, eine Elektro-Standfritteuse und ein Speiseausgabewagen benötigt. Das alles ist in dieser Woche im Stadtbad angeliefert worden.

Stars im Strampler aus Döbeln
Stars im Strampler aus Döbeln

Hier werden Fotos von Neugeborenen gezeigt, die aus Döbeln oder aus der Region kommen. Vielleicht ist auch Ihr Bild bald dabei?

An den Mitarbeitern der Einrichtung, die nach Ostern bereits mit der Vorbereitung auf die neue Freibadsaison begonnen haben, war es, die Geräte auszupacken. Eine Elektrofirma wird diese in den nächsten Tagen noch anschließen. Dann wird die neue Betreiberin des Imbiss – Maria Doran, die seit vergangenem Jahr die Sachsenhöhe in Polkenberg besitzt und bewirtschaftet – das Inventar mit Kleingeräten ergänzen. Sie bringt sie selbst mit, sagte Bürgermeister Tobias Goth (CDU).

Mit dem Betreiberwechsel hängt auch die Neuausstattung der Imbiss-Küche zusammen. „Der bisherige Bewirtschafter hatte seine eigenen Geräte mitgebracht und die nach Ende des Vertrages mit uns nun auch wieder mitgenommen“, erklärte der Rathauschef. Dieses ständige Hin und Her will die Kommune als Eigentümer der Freibad-Immobilie in Zukunft umgehen. Maria Doran und allen möglichen Nachfolgern soll eine Grundausstattung an Küchentechnik angeboten werden. Kaffeemaschine, Mikrowelle und andere Kleingeräte könnten die jeweiligen Betreiber wie zunächst Maria Doran selbst mitbringen.

Seit der Neueröffnung des Freibades nach der Modernisierung 2015 hatte Hendrik Riemer den Imbiss im Stadtbad bewirtschaftet. Wie der Bürgermeister sagte, hätten sich vor allem 2016 und 2017 die Beschwerden gehäuft. Über lange Schlangen bei schönem Wetter und einen geschlossenen Imbiss bei wechselhaftem Wetter. „Letzteres war abgesprochen“, so Goth. Dennoch könne er beide Seiten verstehen. Diejenigen, die sich stärken wollen, egal wie die Wetterlage ist. Und den Betreiber, der wirtschaftlich arbeiten muss. „Also haben wir im gegenseitigen Einvernehmen eine Aufhebung des Pachtvertrages beschlossen“, so der Rathauschef. Inzwischen sei ein neuer Vertrag mit Maria Doran unterschrieben. Der Bürgermeister hofft, dass sie die Aufgaben unter ähnlich schwierigen Bedingungen wie ihr Vorgänger – wechselhaftes Wetter und damit stark schwankende Besucherzahlen – meistern kann.

Die städtische Küchenausstattung hat etwas mehr als 15 000 Euro gekostet. Noch einmal mehr als 4 000 Euro gibt die Stadt Leisnig für Mobiliar aus. Gekauft hat sie 60  Stühle sowie zehn kleine und fünf große Tische für die Außenterrasse. Tische und Stühle sind klappbar und witterungsbeständig. Im Winter können sie eingelagert werden.

Die Stühle für die Besucher bereitzustellen, gehört eher zu den letzten Handgriffen. Im Moment wird die gesamte Badtechnik für den Saisonstart vorbereitet. Darüber hinaus stehen im Außengelände noch ein paar kleine gestalterische Arbeiten an. Zudem sollen zwei Umkleidekabinen unmittelbar an den Sanitärbereich angebaut werden. Das passiert auf Wunsch der Gäste. Sie sollen die Erweiterung ab der Freibad-Eröffnung nutzen können. Einen Termin gibt es noch nicht. (mit DA/fk)