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Bischofswerda

Künftig Zebrastreifen vor Schulen?

Nach zwei Verkehrskontrollen fordern Bischofswerdaer Stadträte die Verwaltung zum Handeln auf. Sie haben dabei auch sichere Stellplätze für Eltern im Blick.

Bischofswerdaer Stradträte fordern Zebrastreifen vor Schulen. (Symbolbild)
Bischofswerdaer Stradträte fordern Zebrastreifen vor Schulen. (Symbolbild) © Claudia Hübschmann

Bischofswerda. Die Schulwege in der Bischofswerdaer Innenstadt und im Stadtteil Süd sollen sicherer werden. Dafür hat die gemeinsame Stadtratsfraktion von Linkspartei und SPD jetzt gegenüber Oberbürgermeister Holm Große (parteilos) einen Forderungskatalog gestellt. In dem auch der SZ übergebenen Brief wird die Stadtverwaltung aufgefordert, „unverzüglich“ eine Reihe von Maßnahmen einzuleiten. Für die Grund- und Oberschule an der Kirchstraße betrifft das ein absolutes Halteverbot – ausgenommen die vorhandenen Anwohnerparkplätze –, die Ausweisung der bisher für die Eltern vom Kinderhaus Sonnenschein auf dem Parkplatz Clara-Zetkin-Straße reservierten Flächen als Kurzparkmöglichkeiten für Eltern der Schüler („Kiss & Ride“) sowie die Schaffung eines Zebrastreifens über die Kirchstraße am Durchgang von bzw. zum Parkplatz Zetkinstraße.

 Wegen der beispielsweise am Lidl-Markt gemachten Erfahrung, dass sich Behörden mit Fußgängerüberwegen mitunter schwertun, schreiben die Stadträte: „Falls hier die zuständige Polizeibehörde nicht einverstanden sein sollte, wäre die Installation bei der übergeordneten Dienststelle einzufordern. Überall in Deutschland und Europa schaffen Zebrastreifen Sicherheit, aber in Bischofswerda soll das nicht gehen.“

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Parkverbot vor dem Schulhaus

Vor der Grundschule Süd fordern Linke und SPD ebenfalls einen Zebrastreifen. Außerdem sollen auch dort Kurzzeitparkplätze „Kiss & Ride“ beschildert sowie ein Parkverbot direkt vor dem Schulhaus, wo die Feuerwehr im Falle eines Großeinsatzes die Drehleiter abstellen und aufbauen müsste, erlassen werden. Außerdem ist es aus Sicht der Stadträte erforderlich, eine Laterne an der zweiten Zufahrt für die Schüler aus den Klassen zur Erziehungshilfe aufzustellen. Im Winterhalbjahr sei es dort so dunkel, dass abbiegende Fahrzeuge leicht Kinder, deren Kleidung nicht reflektiert, übersehen können, heißt es.

Mit dem von der Fraktionsvorsitzenden Simone Keimel unterzeichneten Forderungskatalog reagieren Linke und SPD auf zwei Aktionen des Autoclub Europa (ACE) im November 2019 an der Kirchstraße und kürzlich an der Südschule. Beide Male stand der morgendliche Bringeverkehr im Fokus. Kritisch aufgefallen seien dabei vor allem jene Autofahrer, „die sich ins Halteverbot oder vor Einfahrten für die Feuerwehr stellten oder ihre Kinder zur Straßenseite hin haben aussteigen lassen, ohne die seitens der Stadt vorgegebenen Parkplätze zu nutzen“, heißt es in dem Brief. (SZ)

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