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Löbau

Kürzere Wege für Patienten

Für eine ambulante Behandlung von Enddarm-Erkrankungen mussten Patienten bislang nach Dresden oder Görlitz. Jetzt nicht mehr.

Dr. Ullrich Krohs ist Chefarzt im Klinikum Ebersbach. ©  Matthias Weber

Chefarzt Dr. med Ulrich Krohs, seit inzwischen vier Jahren Leiter der Klinik für Chirurgie und Unfallchirurgie am Klinikum Oberlausitzer Bergland, Standort Ebersbach-Neugersdorf, hat am 2. Juli die Ermächtigung für die Behandlung von Enddarmerkrankungen (Proktologie) durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen erhalten. Damit ist es nun im gesamten Einzugsbereich des Altkreises Löbau-Zittau möglich, eine ambulante und natürlich wie bisher auch stationäre Patientenversorgung mit speziellen proktologischen Krankheitsbildern durchzuführen.  Die Patienten haben bisher lange Wege zum Beispiel bis nach Dresden oder Görlitz in Kauf nehmen müssen, um eine ambulante proktologische Untersuchung oder Beratung zu erhalten.

Beispiele proktologischer Erkrankungen sind das häufig vorkommende Hämorrhoidalleiden, Analfissuren und Fisteln, aber auch häufig verschwiegene Themen wie Inkontinenz, Stuhlentleerungsstörung und der Darmvorfall. Der Umfang der Sprechstunde beinhaltet konservative und operative Therapie, sowie die klinische Untersuchung einschließlich der Spiegelung des Enddarms (Rektoskopie und Proktoskopie) als auch in speziellen Fällen die Ultraschalluntersuchung des Mastdarmes und des Schließmuskelapparates (Endosonographie). 

Schritt für Schritt

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Chefarzt Dr. Krohs ist Spezialist auf dem Gebiet der Viszeralchirurgie und Proktologie mit anerkannter Weiterbildungsbefugnis für diese Fachgebiete. Er berichtet hierzu: „Ich freue mich über die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung. Nun besteht eine wohnortnahe Möglichkeit für die Patienten, diese häufig verkannten und natürlich auch sehr oft verschwiegenen Krankheitsbilder zu diagnostizieren und auch zeitnah zu therapieren. Dafür steht eine hochmoderne medizinische Ausrüstung im Klinikum Ebersbach zur Verfügung."  Dank der engen Zusammenarbeit mit der Frauenklinik sowohl am Standort Ebersbach als auch in Zittau können insbesondere Patientinnen mit Erkrankungen des Beckenbodens zukünftig gemeinsam besser behandelt werden. "In diesem Jahr haben wir beispielsweise durch diese standortübergreifende Zusammenarbeit auch mit der Klinik für Chirurgie in Zittau erfolgreich Patienten mit einem Schrittmacher für den Schließmuskel bei vorhandener Inkontinenz versorgen können. Gerade diese Therapiemöglichkeit ist nur wenigen Patienten und sicher auch nicht allen behandelnden Ärzten bekannt", erklärt Krohs weiter.

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