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Weißwasser

Kulinarische Weltreise in Weißwasser

Ende August findet in der Stadt erstmals ein Street-Food-Festival statt. Das steigt Open-Air im Freizeitpark.

Beim Street-Food-Festival gibt es auch marokkanische Küche.
Beim Street-Food-Festival gibt es auch marokkanische Küche. ©  PR/Veranstalter

Sprachengewirr, ungewohnte musikalische Klänge, schwerer Duft orientalischer Gewürze, der sich – von Reihen voller Stände mit exotischen Speisen ausgehend – über den ganzen Freizeitpark verteilt. Mittendrin flanieren Menschen, werden Leckereien ausprobiert, wird in das Spektakel für alle Sinne eingetaucht ...

Was man sonst nur aus dem Urlaub oder aus Berichten über ferne Länder kennt, ist Ende August erstmals in Weißwasser live zu erleben: Street-Food-Festival heißt das Event. Vom 28. bis 30. August findet es im Freizeitpark Weißwasser statt.

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Premiere für Weißwasser

„Wir veranstalten diese kulinarischen Festivals seit sechs Jahren in ganz Deutschland. Wir sind der Meinung, dass sie nicht nur in Großstädten stattfinden sollten und hatten deshalb Weißwasser schon längere Zeit auf unserem Zettel für 2020“, erzählt Stephan Trappe vom Veranstalter Crowd Events aus Magdeburg. Doch wie so oft in diesem Jahr, das undank Corona in allen Lebensbereichen kein normales Jahr ist, fielen monatelang alle Veranstaltungen aus. Auch jene, die unter freiem Himmel hatten stattfinden sollen; so wie eben auch Street-Food-Festivals. Weil solche kulinarischen Weltreisen erfahrungsgemäß aber Tausende Besucher gleichzeitig anziehen, wurden sie erst dank weitgehender Corona-Beschränkungs-Lockerungen wieder möglich. Die Veranstaltung in Weißwasser zählt mit zu den ersten im diesjährigen Tournee-Kalender der Veranstalter.

Wegen der langen Zwangspause, verursacht vom Virus, so Trappe, habe man sich viel später als gewöhnlich mögliche Veranstaltungsorte in der Stadt ansehen, Kontakte zur Stadtverwaltung aufnehmen und mit der Vorbereitung beginnen können. Doch Weißwasser sei für das Vorhaben sehr offen gewesen. Und so werden im August etwa 35 Stände und Garküchen aus allen Kontinenten und vielen Ländern im Freizeitpark stehen und ihre Betreiber traditionelle Speisen vor den Augen der Besucher zubereiten. Für Besucher, die zur kulinarischen Entdeckung der Welt nicht mit vollem Bauch kommen sollten, dürfte die Qual der Wahl groß werden. 

Neben Getränken wie exotischen Cocktails oder Milchshakes mit bunten Süßigkeitenbomben gibt es afrikanische Küche, Spezialitäten aus Aserbaidschan, Wiener Strudel, japanische Crêpes sowie jede Menge Gegrilltes, Frittiertes, Gegartes, Gebackenes und Gebratenes in unterschiedlichen und außergewöhnlichen Variationen und Kreationen. Da fehlen auch nicht diverse Burger, die weltweit trendy sind, im Angebot. Sogar gegrillte Insekten mit herzhaften oder süßen Dips, können probiert werden. „Das ist ein Highlight. So was isst man ja nicht jeden Tag“, meint Stephan Trappe.

Schlemmen mit Regeln

Und weil bei so viel Gaumenschmaus auch die tapfersten Esser mal eine Pause brauchen oder sich beim Genuss ihrer Speisen und Getränke hinsetzen möchten, gibt es im ganzen Freizeitpark ausreichend Sitzmöglichkeiten. Biertischgarnituren, leicht zu transportieren und aufzustellen, machen‘s möglich. Doch auch hier gilt: Abstand halten!, nur jeden zweiten Platz besetzen. Selbst Händler und Stände müssen weiter auseinanderstehen als normal. Aber Abstandsregelungen ist man ja inzwischen ebenso gewohnt wie das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen in vielen Alltagssituationen. Die Masken sind beim Event im Freizeitpark, da es Open-Air stattfindet, übrigens keine Pflicht. Dafür aber die Nutzung der Desinfektionsstände am Einlass sowie auf dem Veranstaltungsgelände.

Alles in allem, meint Trappe, laufe das Event trotz der Corona-Regelungen „entspannt“ ab. Obgleich: Einschränkungen gibt es natürlich. Beispielsweise bei der musikalischen Unterhaltung der Besucher. Die gibt es in Weißwasser. Doch während normalerweise Bands und Musikgruppen beim Festival auftreten, ertönt diesmal nur Musik aus der Konserve. Es ist keine Sonderregelung in und für Weißwasser, sondern sie gilt für die ganzjährige Tournee. Aber immerhin kommt die Musik ebenfalls aus aller Welt und ertönt in unterschiedlichen Festivalbereichen.

Kein Ausfall bei Regen

„Laut den Corona-Auflagen dürfen ja maximal 1.000 Leute gleichzeitig vor Ort sein. Sobald Livemusiker oder Tanzgruppen über den Tag verteilt auftreten, so sind unsere Erfahrungen, bleiben die Leute oft während der gesamten Veranstaltung da. In Corona-Zeiten könnten dadurch Besucher weggeschickt werden müssen, was wir auch nicht wollen“, begründet der Magdeburger Eventexperte die diesjährige Veränderung. Die wurde inzwischen schon einige Male ausprobiert und „wirkt auch“.

Nicht neu sind beim Street-Food-Festival dagegen Angebote für Kinder. „Es wird Ecken und Bereiche für Kinder geben, in denen sie spielen können und mit Animation unterhalten werden“ so Stephan Trapp. Das Konzept habe sich bewährt. Denn während Eltern und Großeltern durch die Küchen der Welt schlendern, sind die Jüngsten beschäftigt.Doch was ist, wenn das Wetter nicht mitspielt? Dann, meint Trappe, werde das Festival trotzdem „durchgezogen“. Es sei denn, es gäbe richtige Unwetter oder Sturm. Damit rechne er Ende August allerdings nicht. Abgesehen davon seien die Gastronomen auf Wetterkapriolen eingestellt. Besucher sollten sich, so sein Rat, mit entsprechender Kleidung auf das angesagte Wetter einstellen.

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