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21 Fragen an Ursula Hobmair

21 Fragen für 2021: Heute beantwortet von der Dresdner Schauspielerin Ursula Hobmair.

Ursula Hobmair, Schauspielerin am Staatsschauspiel Dresden. Foto: Sebastian Hoppe
Ursula Hobmair, Schauspielerin am Staatsschauspiel Dresden. Foto: Sebastian Hoppe © Sebastian Hoppe

Als eines der bekanntesten Gesichter des Ensembles am Dresdner Staatsschauspiel hat Ursula Hobmair wie alle darstellenden Künstlerinnen und Künstler ein bewegtes Jahr hinter sich: Probenabbruch, abgesagte Premieren, auf Corona-Bedingungen umgebastelte Aufführungen. Sie spielte mit in der ersten Corona-Premiere „Medea“, in der die Zuschauerinnen und Zuschauer eins zu eins den Schauspielern gegenüberstanden. Die 1987 in München geborene Hobmair studierte Schauspiel an der Universität der Künste in Berlin und ist seit 2017 fest am Dresdner Theater engagiert. Hier ist sie unter anderem zu sehen in „Mein Kampf“, „Der Zauberberg“ und „Der nackte Wahnsinn“. Die jüngste Premiere von „Ab jetzt“ konnte im Dezember wegen des Lockdowns nicht stattfinden.

1. Mit wem würden Sie gerne mal für ein Jahr tauschen?

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Mit einem Zugvogel.

2. Welches Kulturereignis in Sachsen ist jetzt schon rot in Ihrem Kalender markiert?

Noch keines. Ich hoffe, es gibt bald wieder einen Kalender, in dem man etwas markieren kann, das dann auch stattfindet.

3. Welches Wort wollen Sie 2021 nicht mehr hören und lesen?

Vorstellungsausfall.

4. Welche Schlagzeile würden Sie gern über Sachsen lesen?

Stadtrat entscheidet sich um: Dresden wird „Sicherer Hafen“.

5. Was wünschen Sie sich von der Sächsischen Zeitung?

Eine vielfältige, vorurteilsfreie Berichterstattung. Vor allem aber wünsche ich mir für die Sächsische Zeitung, dass sie 2021 viele positive Nachrichten für die Kulturszene zu berichten hat und auch wieder über Live-Kulturevents schreiben kann. Toi Toi Toi!

6. Welches Schulfach sollte es bald geben?

„Schüler unterrichten ihre Lehrer“

7. Wofür wollen Sie sich 2021 engagieren?

Für den Erhalt der Kulturlandschaft, insbesondere der freien Szene.

8. Auf welche Begegnung sind Sie besonders neugierig?

Auf die Begegnung mit Freundinnen und Freunden im In- und Ausland, die ich hoffentlich bald wieder bedenkenlos besuchen kann.

9. Wovon wollen Sie sich ganz dringend trennen?

Von allem, was in meinem Kühlschrank schimmelt (passiert manchmal).

10. Welches Ritual werden Sie auch 2021 nicht ändern?

Es ist nicht direkt ein richtiges Ritual, aber ich werde mich weiterhin draußen verabreden und viel Zeit an der frischen Luft verbringen.

11. Welches ist Ihr persönlicher Lieblingsschnappschuss des Jahres 2020?

Das ist die Freilichtbühne in Dautenheim in Rheinland-Pfalz. Dort arbeite ich seit zehn Jahren fast jeden Sommer. Auch dieses Jahr hat es glücklicherweise geklappt, und wir hatten drei sehr besondere Vorstellungen mit „Die Riesen vom Berge“ mitten im Weinberg. Die „Villa“ ist hier noch im Aufbau. Das Sonnensegel ist für unseren Bühnenbildner und der Traktor ein bevorzugtes Transportmittel für Leute, Bühnenteile, Instrumente und Picknick.

Bühnenbild mit Traktor bei den Vorbereitungen für die Vorstellungen der Freiluftbühne Dautenheim.
Bühnenbild mit Traktor bei den Vorbereitungen für die Vorstellungen der Freiluftbühne Dautenheim. © Ursula Hobmair

12. Welche zwei Streithähne würden Sie gern zusammen an einen Tisch setzen?

Die Frage kann ich so nicht beantworten. Interessanter als ein Gespräch zweier „Streithähne“ wäre für mich eins zwischen der US-amerikanischen Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez und der deutschen Ökonomin Maja Göpel über ihre Ideen für gesellschaftliches Umdenken, Neudenken, Schwerpunktverschiebungen.

13. Welche Sportart möchten Sie gerne mal selbst ausprobieren?

Squash.

14. Was wollten Sie Christian Drosten schon immer mal sagen?

Danke, dass Sie immer so um Sachlichkeit bemüht sind.

15. Welchen Slogan wünschen Sie sich für den Bundestagswahlkampf?

Ich wünsche mir vor allem, dass die Klimapolitik oberste Priorität hat und dass eine Vermögenssteuer eingeführt wird.

16. Welches Ministerium würden Sie neu einführen?

Das HEM-Ministerium: für Humor, Empathie und Menstruationsbeschwerden.

17. Welches Buch wollen Sie endlich lesen?

„Frankenstein“ von Mary Shelley.

18. Welches Gericht werden Sie kochen lernen?

Das perfekte Pikkupulla, das ist ein finnisches Hefegebäck.

19. Wofür wollen Sie 2021 Geld spenden?

Für den Verein Mission Lifeline.

20. In welches Land wollen Sie reisen?

Nach Georgien will ich schon länger mal reisen. Ob nun 2021 das Jahr sein wird, weiß ich noch nicht, aber Sie haben ja nach dem Wollen gefragt, und: Ja, das will ich.

21. Wen würden Sie spontan umarmen wollen?

Soll ich wirklich alle aufzählen, die mir spontan einfallen?!

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