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Deutscher Filmpreis: Goldene Lola für "Ich bin dein Mensch"

Könnten Sie sich eine Beziehung mit einem Roboter vorstellen? Darum geht es in der Tragikomödie. Nun bekommt der Film den Deutschen Filmpreis.

Alma (Maren Eggert) und der humanoide Roboter Tom (Dan Stevens) erfinden sich in "Ich bin dein Mensch" eine gemeinsame Geschichte.
Alma (Maren Eggert) und der humanoide Roboter Tom (Dan Stevens) erfinden sich in "Ich bin dein Mensch" eine gemeinsame Geschichte. © SWR - Das Erste/SWR/Letterbox Filmproduktion/Chris

Berlin. Beim Deutschen Filmpreis hat die Tragikomödie "Ich bin dein Mensch" gleich vier Auszeichnungen gewonnen, darunter die Goldene Lola für den besten Spielfilm. Das gab die Deutsche Filmakademie am Freitagabend in Berlin bekannt. Der Film stellt die Frage, ob man sich in einen Roboter verlieben könnte. Er wurde auch für Drehbuch und Regie ausgezeichnet.

Schauspielerin Maren Eggert gewann zudem eine Lola für die beste weibliche Hauptrolle. Sie spielt im Film eine Wissenschaftlerin, die einen humanoiden Roboter als Partner testen soll. Regisseurin Schrader war per Video zugeschaltet. Sie wäre wahnsinnig gerne selbst in Berlin dabei gewesen, sagte sie während des Abends, könne aber wegen Dreharbeiten in New York nicht dabei sein.

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Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung in der Branche. Die mehr als 2.000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmen über viele der Preisträgerinnen und Preisträger ab. Als bester Hauptdarsteller wurde Oliver Masucci für den Film "Enfant terrible" geehrt. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an "Herr Bachmann und seine Klasse".

Maria Schrader hat bei "Ich bin dein Mensch" Regie geführt.
Maria Schrader hat bei "Ich bin dein Mensch" Regie geführt. © Gerald Matzka/dpa-Zentralbild

Schauspielerin Senta Berger erhielt einen Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film. Auch ein Film ihres Sohnes Simon Verhoeven wurde prämiert - die Komödie "Nightlife" wurde als besucherstärkster Film ausgezeichnet.

Neben der Komödie "Ich bin dein Mensch" waren fünf weitere Titel im Rennen um die Goldene Lola: die Literaturverfilmungen "Schachnovelle" und "Fabian oder Der Gang vor die Hunde", die Geheimdienstsatire "Curveball - Wir machen die Wahrheit" sowie die Dramen "Und morgen die ganze Welt" und "Je suis Karl". Dominik Grafs "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" war als einer der Favoriten ins Rennen gegangen und bekam in der wichtigsten Kategorie den Filmpreis in Silber.

Die Gewinner des 71. Deutschen Filmpreises

BESTER SPIELFILM "Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader

BESTER DOKUMENTARFILM "Herr Bachmann und seine Klasse" von Maria Speth

BESTER KINDERFILM "Die Adern der Welt" von Byambasuren Davaa

BESTE REGIE Maria Schrader ("Ich bin dein Mensch")

BESTES DREHBUCH Jan Schomburg und Maria Schrader ("Ich bin dein Mensch")

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE Maren Eggert ("Ich bin dein Mensch")

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE Lorna Ishema ("Ivie wie Ivie")

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE Oliver Masucci ("Enfant Terrible")

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE Thorsten Merten ("Curveball - Wir machen die Wahrheit")

BESTE KAMERA/BILDGESTALTUNG Hanno Lentz ("Fabian oder Der Gang vor die Hunde")

BESTER SCHNITT Claudia Wolscht ("Fabian oder Der Gang vor die Hunde")

BESTES SZENENBILD Julian R. Wagner ("Tides")

BESTES KOSTÜMBILD Tanja Hausner ("Schachnovelle")

BESTES MASKENBILD Sabine Schumann ("Tides")

BESTE FILMMUSIK Lorenz Dangel ("Tides")

BESTE TONGESTALTUNG Pascal Capitolin und Richard Borowski ("A Symphony Of Noise")

BESTE VISUELLE EFFEKTE Denis Behnke ("Tides")

EHRENPREIS DES DEUTSCHEN FILMPREISES Senta Berger

BESUCHERSTÄRKSTER FILM "Nightlife" von Simon Verhoeven

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Moderator Daniel Donskoy ("Sankt Maik", "Freitagnacht Jews") führte durch den Abend. Er begann die Show mit einer Art Hymne an die große Leinwand. "Kino ist geil", sang er. Der Präsident der Filmakademie, Ulrich Matthes, rief zu mehr Gesprächsbereitschaft und Solidarität in der Gesellschaft auf. Er nutzte eine "James Bond"-Anspielung. Sie alle seien nach dieser Pandemiezeit "geschüttelt und gerührt", sagte Matthes. "Die einen mehr, die anderen weniger. Einige von uns hat diese Pandemie wirklich existenziell bedrohlich getroffen."

Erstmals seit Beginn der Pandemie fand die Verleihung wieder mit großem Publikum statt - rund 1.200 Menschen waren eingeladen. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt rund drei Millionen Euro für neue Projekte verbunden, das Geld stammt aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Im vergangenen Jahr hatte das Drama "Systemsprenger" die Goldene Lola gewonnen. (dpa)

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