merken
PLUS Feuilleton

Dresdens Philharmonie hat das „Publikum des Jahres"

Das Orchester setzt sich gegen Mitbewerber wie die NDR Elbphilharmonie oder die Oper Frankfurt durch. Konkurrenz gab es auch in Dresden.

Blick in den Kulturpalast, wo die Dresdner Philharmonie spielt.
Blick in den Kulturpalast, wo die Dresdner Philharmonie spielt. © dpa/Sebastian Kahnert

Die Dresdner Philharmonie hat den vom Klassikmagazin „concerti“ deutschlandweit ausgeschriebenen Preis für „Das Publikum des Jahres 2020“ gewonnen. Sie setzte sich gegen Mitbewerber wie die Komische Oper Berlin, die NDR Elbphilharmonie, die Dresdner Musikfestspiele und die Oper Frankfurt durch.

„Gerade die letzten zwölf Monate zeigen überdeutlich die Schlüsselrolle des Publikums: Ohne Publikum gibt es keine Musik“, sagte Jury-Mitglied Gregor Burgenmeister, Chefredakteur des auflagenstärksten Klassikmagazins in Deutschland: Umso erfreuter sei man gewesen, aus den Dresdner Bewerbungsunterlagen so viel Treue, aber auch Sehnsucht nach echten Zuhörererlebnissen zu erkennen. Diese Verbundenheit spiegele sich auch „in der beachtlichen Zahl von mehr als 10.000 Abonnenten wider“.

Gesundheit und Wellness
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit und Wellness haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Der Klangkörper habe besonders in der Pandemie vieles ausprobiert, um die Nähe zu seinen Hörern zu erhalten. Unter anderem wurden verstärkt Konzerte fürs Radio und als Livestream aufgenommen sowie eine Lieblingsmusik-CD von Philharmonikern als Geschenk für die Abonnenten – und SZ-Leser – produziert.

Wolfgang Hentrich ist der 1. Konzertmeister der Dresdner Philharmonie.
Wolfgang Hentrich ist der 1. Konzertmeister der Dresdner Philharmonie. © Victoria Baumann

„Wir sind dankbar, unser treues Publikum auch in diesen Zeiten erreichen zu können und von ihm wahrgenommen zu werden“, sagte Fagottist und Orchestervorstand Robert-Christian Schuster. „Der Preis ehrt eine Beziehung, die 150 Jahre alt ist“, so Intendantin Frauke Roth, „und die wir in unserem Jubiläumsjahr 2020 als besonders tief, emotional und wertvoll erlebt haben.“

Mit dem Preis hat das Publikum einen – nach Corona nachzuholenden – Überraschungsempfang bei einem Konzertabend gewonnen. Zudem erhält die Philharmonie ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro für Nachwuchsarbeit – etwa für die Weiterentwicklung ihrer renommierten Kurt-Masur-Orchesterakademie.

Wieder ein Radio-Konzert live, das begeistern kann, planen die Philharmoniker am Freitag mit selten gespielter tschechischer Sinfonik von Größen wie Martinu und Dvořák. Der geschätzte Tomáš Netopil dirigiert. Doch der Clou ist, dass Orgelstar Cameron Carpenter erstmals im Kulturpalast bei der höchst eigenwilligen Dritten Sinfonie für Orgel, Blechbläser und Schlagzeug von Miloslav Kabeláč zu erleben ist.

Das Konzert mit tschechischer Sinfonik wird am 26. März ab 20.03 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur gesendet und ist online über deutschlandfunkkultur.de für 30 Tage abrufbar.

Mehr zum Thema Feuilleton