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Schöner schenken mit Sächsische.de

Jedes Jahr die gleiche Frage: Was lege ich den Lieben untern Baum? Wir haben ein paar Ideen gesammelt. Lassen Sie sich von uns inspirieren. An jedem Tag im Advent.

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Die liebvoll verpackten Geschenke einfach in die Redaktion schicken.
Die liebvoll verpackten Geschenke einfach in die Redaktion schicken. © SZ

24. Türchen - Marcus Thielking offenbart seinen persönlichen Wunschzettel

Jedes Kind weiß doch: Hinter Türchen Nummer 24 verbirgt sich ein extra großes Stück Schokolade. Ich darf also heute mal den Spieß umdrehen: Es folgen keine Geschenketipps, sondern hier steht, was ich selbst mir zu Weihnachten wünsche. Ich tausche auch gerne um!

Für die Ohren

​Zum Beethoven-Jahr benötige ich dringend noch eine Gesamteinspielung der Sinfonien. Die Aufnahmen von Herbert Blomstedt mit der Sächsischen Staatskapelle fehlen bislang in meiner Sammlung. Sie sind in den Siebzigern in der Dresdner Lukaskirche entstanden und gerade als CD-Box in verbesserter Tonqualität neu herausgebracht worden. (Neue Kopfhörer könnte ich übrigens auch gut gebrauchen.)

Für die Augen

Für mich als Helmut-Schmidt-Fan ist das wie Weihnachten und Ostern zusammen: Die beiden druckfrischen Bildbände „Kanzlers Kunst. Die private Sammlung von Helmut und Loki Schmidt“ (Dölling und Galitz) sowie „Zuhause bei Loki und Helmut Schmidt: Das Kanzlerhaus in Hamburg-Langenhorn“ (Edel Books). Alles andere von Helmut Schmidt hab ich schon.

Für den Kopf

Mein guter Vorsatz für 2021: Ich will versuchen, China zu verstehen. Das Buch „Alles unter dem Himmel“ von Zhao Tingyang, jetzt auf deutsch übersetzt, soll sagenhaft sein: „In Auseinandersetzung mit okzidentalen Theorien des Staates und des Friedens von Hobbes über Kant bis Habermas“, so der Suhrkamp-Verlag, „sowie unter Rückgriff auf die Geschichtswissenschaft, die Ökonomie und die Spieltheorie eröffnet uns Zhao einen Blick auf die Konzeption der Universalität.“ Frohe Weihnachten!

Fürs Herz

Seit vielen Jahren kaufe ich mir jede neue Platte von Götz Alsmann sofort. Seine jüngste mit dem schönen Titel „L.I.E.B.E“ habe ich noch nicht. Gern nehme ich auch die Limited Deluxe Edition.

Fürs Rückgrat

Neue Besen kehren gut, und meinen habe ich vor circa 20 Jahren als Student für ein paar Mark im Drogeriegeschäft gekauft. Nun bin ich alt genug für ein erwachsenes Modell, und zwar den handgebundenen Rosshaar-Besen, mit einem Körper aus heimischem Buchenholz, aus der Bürstenmanufaktur Dresden. Gibt’s für 39 Euro in unserem Verlagsshop: www.ddv-lokal.de

23. Türchen - Thomas Morgenroth hat Geschenktipps zum Abschalten

Was soll einer schenken in diesen merkwürdigen Zeiten. Die Menschen schauen einander ratlos an, die einen, weil sie nicht wissen, ob sie genug geschützt sind, die anderen, weil sie sich gegängelt fühlen. Im Streit um die eine Wahrheit gerät das Fest aller Feste mitunter ins Hintertreffen. Es ist höchste Zeit für ein wenig Besinnung und Sinnlichkeit.

Für die Ohren

​Eine Art Rückbesinnung ist die Musik von Tworna. Das Trio um Frieder Zimmermann aus Quohren bei Kreischa widmet sich alten deutschen Liedern in frischen Arrangements – PJ Harvey trifft Paul Gerhardt. Das Ergebnis ist bittersüße Melancholie. Ein Album gibt es bereits, für ein zweites läuft ein Crowdfunding.
Für die Augen​„Ich sehe was, was du nicht siehst“ – ein Spiel, das nicht nur Kinder dazu bringt, ihre Umgebung intensiver zu beobachten. Besonders schön ist das in der freien Natur, die viele heutzutage nur noch mit dem Blick aufs Handy durchwandern. Das geht dann natürlich nicht. Tja, und da wachsen tatsächlich echte Tannen im Wald, und die sind grün – was für eine Überraschung.

Für den Kopf

Weiße Weihnachten wird es wohl erneut nicht geben. Vielleicht besser so, die Kinder dürfen ohnehin nicht im Rudel an den Rodelhang. Und Glühwein für die Eltern ist verboten – aber nicht am heimischen Herd. Dort fällt zwar kein Schnee, aber wir können ihn uns vorstellen. Dabei hilft das Buch „Schnee“ von Michael Schophaus. Es ist eine Liebeserklärung an den Winter, mit Reportagen aus aller Welt.

Fürs Herz

Mal wieder „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ansehen. Und diesmal mehr auf den gütigen König achten, gespielt von Rolf Hoppe. Der Dresdner Schauspieler wäre am 6. Dezember 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat seine Tochter Josephine Hoppe ein Buch herausgegeben „Rolf Hoppe – ein Schauspielerleben“. Eine Hommage an einen großen Mimen, aber auch an den Menschen hinter den Rollen.

Fürs Rückgrat

Wie wäre es mit zwei Wochen ohne soziale Netzwerke? Einfach mal abschalten, alles, Facebook, Twitter, Instagram. Das kann sich jeder selbst schenken. Mancher wird sich wundern, wie viel Zeit er plötzlich hat – und wie viel weniger Stress und Streit.