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Mandoline wird als Instrument des Jahres in Sachsen offiziell vorgestellt

Kulturministerin Barbara Klepsch und der Sächsische Musikrat eröffnen in Zwickau das Jahr der Mandoline. Das Instrument verbinde Musikgenres und Menschen, heißt es.

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Das Jahr der Mandoline in Sachsen wird am Freitagabend offiziell in Zwickau eröffnet.
Das Jahr der Mandoline in Sachsen wird am Freitagabend offiziell in Zwickau eröffnet. © dpa

Zwickau/Dresden. Das Jahr der Mandoline wird in Sachsen am Freitagabend in Zwickau offiziell eröffnet. Gastgeber des Festkonzerts im Robert-Schumann-Konservatorium ist der Sächsische Musikrat, Schirmherrin Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch. Für die CDU-Politikerin bietet der Fokus auf die Mandoline die Möglichkeit, "dass wir unseren Blick auf die Tradition des Musikinstrumentenbaus in Sachsen richten und diese wieder stärker in unser Bewusstsein holen". Sie erhoffe sich davon "positive Effekte für den Tourismus in der Region".

Der Präsident des Sächsischen Musikrats, Milko Kersten, bezeichnet die Mandoline als "echte Allrounderin". Sie lasse sich auf kein Musikgenre festlegen. Zudem habe sich ihr Image gewandelt. Im Barock sei sie dem Adel vorbehalten gewesen. Nach der Französischen Revolution habe sie sich zur "Geige des kleinen Mannes" entwickelt. Inzwischen sei sie ein Instrument ohne gesellschaftliche Schranken. Kersten zufolge sind Dresden und Zwickau zwei "Mandolinenhochburgen".

Seit 2008 wird jedes Jahr ein Musikinstrument zum Instrument des Jahres gekürt. 2022 war das Instrument des Jahres das Drumset und im Jahr davor die Orgel. Die Idee dahinter ist es, möglichst ein breites öffentliches Interesse für ein Musikinstrument zu wecken und dieses noch bekannter zu machen.

Die Gäste des Festkonzerts erwartet am Freitagabend eine Aufführung des von der Zwickauer Musikpädagogin Annette Schneider komponierten Stücks Elements, besetzt mit Mandoline, Gitarre und Drums. Zudem sei mit dem Noroc-Quartett das "wohl derzeit in Deutschland leistungsfähigste Mandolinen-Quartett" zu Gast, hieß es. (SZ/uwo)