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Nachhaltig gestaltet

Nach zweimaliger Terminverschiebung wegen Corona wurde der Sächsische Staatspreis für Design 2020 verliehen. Das sind die Gewinner.

Der Publikumspreis ging an Judith Anders aus Weißenberg für ihr außergewöhnliches Service "Vaio" .
Der Publikumspreis ging an Judith Anders aus Weißenberg für ihr außergewöhnliches Service "Vaio" . © SMWA/Julian Hoffmann

Von technologisch-medizinischen Erfindungen über ultraleichte Regenbekleidung, Möbel und Geschirr bis hin zu einem Roboter-Arm, der menschliche Bewegungen nachahmt, reicht das Spektrum der mehr als 200 Arbeiten, die sächsische Designer zum 17. Staatspreis für Design einreichten. Die Preise – Skulpturen aus Meissener Porzellan – wurden am Montagabend im Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig überreicht. "Wir haben heute Abend innovative und nachhaltige Designleistungen ausgezeichnet, die auf ihre Weise wichtige Beiträge zur Verbesserung der Lebensumstände, für eine energie- und ressourcenschonende Produktion leisten", sagte Dulig. Design wirke an der Gestaltung einer umweltbewussten Gesellschaft mit und spiele auch für den Arbeitsschutz die wichtige Rolle.

Der Preis ist insgesamt mit 50.000 Euro dotiert, verteilt auf alle Preisträgerinnen und Preisträger.

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Geehrt wurden im Bereich Industriegüterdesign Paul Judt und die Wandelbots GmbH für einen TracePen. Lydia Kluge von der Texlock GmbH erhielt im Konsumgüterdesign den Preis für ihren Regenoverall für Radfahrerinnen. Im Kommunikationsdesign wurde das von Mandy Münzner gestaltete Magazin Veto ausgezeichnet. Der Preis in der Kategorie Design im Handwerk ging an Tim Walter für seine Headless-Gitarre.

Die Nachwuchspreise in diesen Kategorien gingen an: Yichen Fan von der TU Dresden für die Entwicklung eines taktilen Trainingssystems für Laparoskopie, mit dem junge Chirurgen Schlüssellochoperationen üben können. Andreas Mikutta wurde für seine Kinderwerkstatt "Die Maker der Zukunft" geehrt und auch das Exponat "Schere, Stein, Papier", das von Stefan Teubner an der TU Dresden designt wurde, erhielt einen Nachwuchspreis. Im Handwerksbereich ging dieser Preis an "Alloy9252", Schmuckstücke aus 925er Silber, von Anne Kaden.

Publikumspreis für Judith Anders

Für den Sonderpreis „Design macht Arbeitsschutz attraktiv“ konnten sich Designer aus der gesamten Bundesrepublik bewerben. Emese Papp von der TU Dresden erhielt ihn für Paexo Back, ein Exoskelett. Und das Team Flamecoach von A4VR Düsseldorf überzeugte mit einer digitalen Arbeit zur Zukunft der Brandschutzsimulation.

Der Publikumspreis ging an Judith Anders für ihr außergewöhnliches Speiseservice "Vaio". Die Ausstellung der 29 Nominierten für den Sächsischen Staatspreis für Design ist bis 8. August im Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz zu sehen. Museumsdirektor Thomas A. Geisler, der auch in der Jury des Designpreises mitarbeitete, sagte: "Die Staatspreise wurden an herausragende Projekt vergeben, die die Jury begeistert haben und ein starkes Lebenszeichen für die Designkultur in und aus Sachsen auf internationalem Niveau sind. Die Arbeiten in einem Parcours durch die Dauerausstellung des Kunstgewerbemuseums zu zeigen, erzeugt spannende Begegnungen geschichtsreicher Sammlungsobjekte mit in die Zukunft weisenden Designprojekten."

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