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Neues vom Autor von "Schlafes Bruder"

Robert Schneider hatte mit dem Roman vor 30 Jahren einen Hit. Nun feiert er ein Comeback mit Texten, in denen nicht nur Kühe sprechen können.

Von Karin Großmann
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Wie soll ein konstruktiver Dialog entstehen, wenn jeder Schuh behauptet, er sei den ersten Schritt gegangen?
Wie soll ein konstruktiver Dialog entstehen, wenn jeder Schuh behauptet, er sei den ersten Schritt gegangen? © SAE Sächsische Zeitung

Frau Melchow betreibt einen Kurzwarenladen. Im Postausgang entdeckt sie einen Brief ihres Mannes an seine Geliebte. Wegen der Kaffeeflecken schreibt sie den Brief mitsamt allen grausigen Fehlern ab, schickt ihn weg und beschließt … Nein, nicht den großen Krach. Sie will künftig mehr auf die Orthografie ihres Mannes achten. Pointierte Wendungen finden sich oft im neuen Buch des Österreichers Robert Schneider. Es enthält 101 Texte als Anspielung auf die Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Die Geschichten sind kaum länger als anderthalb Seiten. Sie ereignen sich an einem griechischen Strand, an der deutschen Käsetheke oder in einem New Yorker Park. Sie führen in die Antike zurück oder mitten hinein in die Gegenwart. Die Figuren agieren selten so wie erwartet. Sie stören und verstören ihre Umwelt mit einem Hang zum Absurden.

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