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Kuppel der Frauenkirche wird Konzertsaal

Dresdens Frauenkirche plant 120 Veranstaltungen kommendes Jahr. Neu sind exklusive Konzerte zwischen Himmel und Erde mit Stargeiger Hope.

Daniel Hope ist der künstlerische Direktor der Dresdner Frauenkirche.
Daniel Hope ist der künstlerische Direktor der Dresdner Frauenkirche. © PR-Foto

Das ist wahrlich groß gedacht: „In der Frauenkirche verbinden sich Altes und Neues, Tiefe und Höhe, Bruch und Kontinuität auf einmalige Weise. Die Spannung lässt jede Musik, die an diesem Ort erklingt, neu und anders wirken. Hier hallt manches anders nach“, so Maria Noth, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Dresden, zu den Vorhaben des Gotteshauses im kommenden Jahr. 120 Veranstaltungen sind in Planung, das Programm ist vielfältig und reichhaltig – hoffentlich lässt die Pandemie vieles zu. Am Dienstag wurde das 2022er-Programm mit Höhepunkten von Bach bis Bernstein, von Schütz bis Schönberg vorgestellt. Es lohnt, die Offerten im Jahres-Heft oder online genau zu studieren.

In seinem vierten Jahr als Artistic Director der Frauenkirche hat Stargeiger Daniel Hope 35 Programme konzipiert, die sowohl internationale Größen als auch Nachwuchskünstler nach Dresden führen. Er will mit dem Publikum „nun noch bewusster klassische Musik erleben“. An sechs Abenden ist er selbst aktiv, zeigt sich mit künstlerischen Partnern wie dem Zürcher Kammerorchester etwa schwärmerisch mit Mozarts „Kleiner Nachtmusik“, expressiv in einem britischen Abend und bewegt im Gedenken an die Reichspogromnacht.

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50 rare Plätze nah am Kunstchef

Ganz unmittelbar, geradezu intim ist Hope ab April kennenzulernen. Er will den magischen Kuppelraum des Gotteshauses erstmals nutzen. Ab jeweils 22 Uhr gibt es dieses exklusive Late-Night-Format in der „atemberaubenden Akustik, die Klänge scheinbar endlos schweben lässt“. Der Solokünstler ist mit seinem kleinen Publikum – dort oben gibt es nur 50 Plätze – quasi zwischen Himmel und Erde allein.

Endlich kann die pandemiebedingt unterbrochene Tradition der Aufführung der großen kirchenmusikalischen Werke wie Bachs Weihnachtsoratorium, Mozarts Requiem und Händels Messias durch die hauseigenen Ensembles fortgesetzt werden. Ebenso hält die Kirche an der Förderung hochtalentierter Musiker im Rahmen der internationalen Young-Artists-Reihe in der Unterkirche fest. Wieder gibt es Familien- und Gesprächskonzerte für junge Ohren, musikalische Kirchraumentdeckungen und Künstlergespräche.

Der Ticketvorverkauf startet für die meisten Veranstaltungen an diesem Mittwoch. Mit Reservix setzt die Frauenkirche auf ein neues Ticketsystem, um auf pandemiebedingte Entwicklungen flexibler reagieren zu können. Vielfältig gibt es erneut Spezialangebote und Ermäßigungen. Foto: FK

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