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Feuilleton

Volksbühne: Senat prüft #MeToo-Vorwürfe

Mehrere Frauen hatten sich über Intendant Dörr beschwert. Jetzt reagiert die Berliner Landespolitik.

Am Rosa-Luxemburg-Platz soll es zu Verfehlungen gegenüber Frauen gekommen sein.
Am Rosa-Luxemburg-Platz soll es zu Verfehlungen gegenüber Frauen gekommen sein. © dpa

Berlin. An der Berliner Volksbühne stehen #MeToo-Vorwürfe im Raum. Die Senatsverwaltung für Kultur geht derzeit Vorwürfen gegen den Intendanten Klaus Dörr nach, wie sie am Samstag mitteilte.

Laut einem Bericht der "taz" vom Wochenende haben sich mehrere Frauen über ihn beschwert. Eine Sprecherin des Theaters teilte mit, Dörr verwahre sich nachdrücklich gegen die Vorwürfe und werde auf anwaltlichen Rat zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich keine Stellung nehmen.

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Die "taz" nannte verschiedene Verfehlungen gegenüber Frauen, die Senatsverwaltung sprach von konkreten Vorwürfen, die vorlägen - nannte aber keine Details.

Gespräch mit Frauen bereits geführt

Die Berliner Volksbühne zählt zu den wichtigsten Theatern des Landes. Dörr hatte die Leitung vor drei Jahren nach Querelen um seinen Vorgänger übernommen. Er sollte das Theater vorübergehend führen. Im Sommer soll nun der Regisseur René Pollesch das Haus übernehmen.

Die Senatskulturverwaltung veröffentlichte nach dem Zeitungsbericht am Samstag eine Stellungnahme. Im Januar seien in einem Brief der Vertrauensstelle Themis an Kultursenator Klaus Lederer (Linke) erstmals konkrete Vorwürfe dargelegt worden, heißt es darin.

Es sei ein Gespräch mit den Frauen geführt worden. Dörr sei Anfang März angehört worden. "Die Anhörung wird noch ausgewertet, weitere Gespräche folgen. Der Vorgang ist nicht abgeschlossen."

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