Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
SZ + Feuilleton
Merken

Zwei Malerinnen in Sachsen und der große Caspar David Friedrich

Anne Kern und Gabi Keil malen stille Bilder von Felsen und Wasser, Booten und Städten. Caspar David Friedrich verehren sie, aber ihr Verständnis von Romantik ist ein anderes.

Von Birgit Grimm
 5 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
2024 entstanden ist das Gemälde  „Große Granitsteinspiegelung“ von Anne Kern. (Ausschnitt)
2024 entstanden ist das Gemälde „Große Granitsteinspiegelung“ von Anne Kern. (Ausschnitt) © Anne Kern

Was macht das mit einer jungen Künstlerin, die während des Studiums an der Hochschule für Bildende Künste Dresden ihr Atelier neben dem von Oskar Kokoschka hatte, der so wunderbare Dresden-Landschaften malte? Und beeinflusst es ihr Schaffen, wenn sie wenig später während eines Gastaufenthalts in der Villa Romana in Florenz ihre Staffelei im ehemaligen Atelier von Max Beckmann aufstellen durfte? Gabi Keil erinnert sich gern daran. Aber schaut man sich ihre Bilder an, dann kommt man schnell zu dem Schluss, dass sie ihren eigenen Weg geht. Landschaftsmalerei ist ihr Metier, auch Stadträume, Blicke aus dem Fenster, Stillleben sind zu sehen in der Ausstellung, die sie gemeinsam mit der Malerin Anne Kern in der Unteren Orangerie des Barockgartens Großsedlitz zeigt. Die Künstlerinnen, die im Alter mehr als ein Jahrzehnt trennt, schätzen sich und haben hin und wieder schon gemeinsam ausgestellt.

Ihre Angebote werden geladen...