Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
SZ + Feuilleton
Merken

Wo Kunst entsteht: Am Schreibtisch geht Sabine Ebert der Geschichte auf den Grund

Die historischen Romane der in Dresden lebenden Schriftstellerin sind akribisch recherchiert und geplant.

Von Karin Großmann
 5 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Manche Autoren arbeiten im Zug oder im Café. Sabine Ebert braucht die vertraute Umgebung ihres Schreibtischs.
Manche Autoren arbeiten im Zug oder im Café. Sabine Ebert braucht die vertraute Umgebung ihres Schreibtischs. © Jürgen Lösel

Wenn Heinrich der Erlauchte einzieht, müssen Barbarossa und Napoleon weichen. Sie wechseln ins nächste Regal. Als Romanfiguren haben sie ausgedient. Griffbereit steht immer nur das Material für das neue Manuskript. Hochmittelalter also. Sabine Ebert arbeitet am zweiten Teil der Reihe „Der Silberbaum“. Der erste Band endete 1234 mit gebratenen Tauben, exotischen Früchten und scharf gepfefferten Suppen auf Heinrichs Hochzeitstafel. Der 16-jährige Wettiner wurde in Wien mit der sechs Jahre älteren Konstanze von Österreich vermählt. Gesehen hatten sie sich vorher nicht. „Alter, Schönheit oder gar Liebe, danach fragte niemand“, sagt die Autorin. „Eine Eheschließung in der höfischen Welt diente vor allem wirtschaftlichen und politischen Interessen.“ Dezent zieht sie die Tür zur Kemenate des Brautpaars zu.

Ihre Angebote werden geladen...