merken

Kulturpalast-Vorbau soll in der Sommer-Spielpause entstehen

Technik für Konzerte kann dort leise gelagert werden. So dürfen Neumarkt-Bewohner künftig die Fenster öffnen.

© Visualisierung: Baywobau

Von Kay Haufe

Anzeige
REISETAG am 20. November am Flughafen

Strandurlaub oder Städtetrip: Wer eine Flugreise sucht, wird beim REISETAG fündig – mit Frühbucher-Angeboten, Kinderprogramm und Gutscheinverlosung.

Bevor die Baywobau im Sommer mit dem Bau des Schloßecks am Neumarkt beginnen kann, muss zunächst ein weitaus kleineres Haus entstehen: Der Vorbau am Kulturpalast. In ihm sollen künftig nach Konzerten im Palast spätabends Technik und anderes Material angeliefert und gelagert werden. Das ist ein Kompromiss zwischen Stadt und Neumarkt-Investoren im Streit um erforderlichen Lärmschutz. Denn eigentlich sollte kein Bewohner in den neuen Gebäuden hinter dem Kulturpalast die Fenster öffnen dürfen.

Doch noch ist der Bauantrag für den Vorbau nicht eingereicht. Baywobau-Chef Berndt Dietze rechnet jedoch damit, dass dies bald passieren kann. Er ist zuversichtlich, dass die Genehmigung dann schnell geht und das Gebäude in der Spielpause der Philharmonie im Juli und August entstehen kann. Gemeinsam mit den Immobilienfirmen von Michael Kimmerle und der USD, die den bereits fertigen Jüdenhof und das Palais City One gebaut haben, ist Dietze von den Fensterplänen der Stadt betroffen. Alle drei bezahlen deshalb für den Vorbau, die Baywobau den größten Batzen. Die Stadt lehnt es ab, für Lärmschutz zu sorgen.

Vor dem Bau des Techniklagers haben Gutachter rechnerisch die Lärmrichtwerte ermittelt, die dann gelten. Dietze geht davon aus, dass sie stimmen und er dann mit dem Quartier Schloßeck starten kann. In ihm entstehen sowohl moderne als auch historisch anmutende Fassaden im Karree zwischen Schloßstraße, Rosmarin-, Schösser- und Sporergasse. Sie wurden in einem Werkstattverfahren gefunden, in dem die Entwürfe der Architekten Knerer und Lang sowie Wörner, Traxler und Richter überzeugten. Die Kombination wurde sogar von der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) gelobt. Im Quartier sollen 53 Wohnungen sowie Läden im Erdgeschoss entstehen. Die Bauzeit für das 36-Millionen-Euro-Projekt beträgt laut Dietze zwei Jahre.

„Damit hätte die Baywobau sowohl das erste als auch das letzte Gebäude auf dem Neumarkt gebaut“, sagte Dietze am Rande des Neujahrsempfangs der Sächsischen Architektenkammer. Zunächst errichtete die Firma die Tiefgarage und das Hotel de Saxe. Nach dem „Juwel an der Frauenkirche“ folgte der Komplex mit dem ehemaligen Swissôtel am Schloss, das inzwischen Hyperion heißt.