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Kultusminister drückt die Schulbank

Christian Piwarz saß Montag in der Scultetus-Oberschule im Klassenzimmer.

© Pawel Sosnowski

Von Matthias Klaus

Görlitz. Das sieht man auch nicht alle Tage: Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU, Jahrgang 1975) drückt in Görlitz noch einmal die Schulbank. Der frühere Landesvorsitzende der Jungen Union Sachsen und Niederschlesien sowie seit 18. Dezember vergangenen Jahres Minister im Kabinett Kretschmer informiert sich am Montag in der Scultetus-Oberschule über die Arbeit mit neuen Medien, Digitalisierung. Die Görlitzer Schule engagiert sich besonders in diesem Bereich, alle Klassenräume verfügen beispielsweise über berührungsempfindliche, hochauflösende Tafeln, Wlan. Außerdem gibt es einen Computerraum mit 28 Plätzen. Mit Hilfe des Schulträgers, der Stadt Görlitz, konnten Gelder für die Ausstattung der Schule angespart werden. Die Stadt sorgt zudem für den Glasfaseranschluss und die Datensicherheit. Schulleiter Frank Dörfer ist sichtlich stolz darauf, dem Gast aus Dresden die technischen Errungenschaften zu präsentieren. Und noch einiges mehr. So kommen etwa die Preise für das Straßentheaterfestival Viathea in diesem Jahr aus der Werkstatt der Scultetus-Oberschule. Aber im Mittelpunkt steht natürlich das große Scultetus-Projekt: digital, vernetzt. Die großen Tafeln in den Klassenzimmern sind ein zentrales Element. 6 500 Euro kostet jede. Sie bieten neben einer hochauflösende 4k-Technologie vor allem schnellen Internetanschluss für Lehrer und Schüler. Letztere können beispielsweise im Computerraum Vorträge vorbereiten, diese dann ohne technische Zwischenschritte auf der großen Tafel vor der Klasse präsentieren. Im datengeschützten Bereich speichern die Lehrer tagesaktuell derweil Zensuren ab. „Zweimal pro Jahr bekommen die Eltern Ausdrucke davon“, schildert Frank Dörfer. Der Datenserver steht in der Görlitzer Stadtverwaltung.

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Kultusminister Christian Piwarz zeigt sich entsprechend beeindruckt von der Scultetus-Oberschule. „Das gemeinsame Engagement aller Beteiligten wie Schulträger, Schulleiter, Lehrerkollegium und Schülerschaft beeindruckt mich sehr. Ohne diesen schulgemeinschaftlichen Einsatz wäre die Digitalisierung der Scultetus-Oberschule nicht möglich gewesen“, betont Kultusminister Christian Piwarz. Und er nimmt auch gleich Anregungen aus Görlitz mit. Torsten Pätzold ist seit dem Schuljahr 2016/2017 als Praxisbeauftragter an der Einrichtung tätig. Der Mitarbeiter der Bao GmbH berät Schüler der siebenten und achten Klassen bei der Berufswahl, vermittelt Praktika bei Betrieben in Görlitz und in der Region. „Die Betriebe sind für Schülerpraktika offener geworden“, so seine Erfahrung. Ein Problem sehe er allerdings immer noch darin, wie Schüler während dieser Zeit versichert sind. Kultusminister Christian Piwarz nimmt das Thema mit nach Dresden. „Das betrifft schließlich den gesamten Freistaat. Wir werden eine Lösung finden“, sagt er.