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Döbeln

Kunst auf der Treppe

Bisher gibt es im Museumshaus nur feste Ausstellungen. Das ändert sich jetzt.

Barbara Hengst, Leiterin des Stadt- und Museumshauses, sowie Ingo Ließke, der sich ehrenamtlich um die Galerie der François Maher Presley-Stiftung für Kunst und Kultur kümmert, schauen sich die neue Kunsttreppe im Museumshaus an.
Barbara Hengst, Leiterin des Stadt- und Museumshauses, sowie Ingo Ließke, der sich ehrenamtlich um die Galerie der François Maher Presley-Stiftung für Kunst und Kultur kümmert, schauen sich die neue Kunsttreppe im Museumshaus an. © Dietmar Thoams

Waldheim. Treppenhäuser werden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Repräsentationsfläche genutzt. Das haben die Mitarbeiter des Stadt- und Museumshauses aufgegriffen und gemeinsam mit der François Maher Presley (FMP)-Stiftung für Kunst und Kultur im modernen Anbau eine Kunsttreppe geschaffen.

„Bisher gibt es mit Kolbe und der Stadtgeschichte nur unveränderliche Ausstellungen. Für Sonderausstellungen ist kein Platz“, so Presley. Da das Museumshaus zu 40 Prozent aus Treppen bestehe, werden die jetzt für Wechselausstellungen genutzt. Bis in die dritte Etage haben in dem Aufgang 30 bis 40 Bilder Platz. „Treppenhäuser sind Symbole für Begegnungen. Und Begegnung heißt Auseinandersetzung und fördert das Interesse füreinander“, meint der Kunstmäzen.

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Zu sehen sein, sollen vor allem Werke internationaler und Gegenwarts-Künstler. „Bisher sind die Schüler nach Chemnitz und Dresden gefahren, um sich zeitgenössische Kunst anzuschauen. Ab jetzt wollen wir ihnen zweimal im Jahr in Waldheim die Möglichkeit dazu geben“, so Presley. Die erste Schau zeigt Grafiken von Elvira Bach, Georg Baselitz, Felix Droese, Günter Förg, Markus Lüpertz, A. R. Penk, Günther Uecker und Paul Wunderlich aus der Sammlung der Stiftung für Kunst und Kultur. Alle gehören, laut Presley, zu den hundert besten Künstlern der Welt.

Nach dieser Neuerung haben der Stifter und die Leiterin des Stadt- und Museumshauses Barbara Hengst bereits weitere Veränderungen im Blick. Künftig soll ein Ausstellungsraum zur Vertiefung der Stadtgeschichte eingerichtet werden. Auch dort seien Wechselausstellungen und museumspädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 16 Jahren geplant. „Außerdem wäre es schön, wenn wir im Außenbereich einen kleinen Skulpturenpark einrichten könnten“, so Presley.

Die Kunsttreppe wird am 19. Mai im Zusammenhang mit der zweiten Waldheimer Museumsmeile eröffnet. Die Erste wurde im Jahr 2012 organisiert.

Neben dem Stadt- und Museumshaus am Niedermarkt beteiligen sich die FMP-Stiftungsgalerie an der Schlossstraße und Bergmanns Hof am Obermarkt an dem Museumstag. „In jeder Einrichtung sind Eintrittskarten für drei Euro erhältlich. Sie gelten für alle Ausstellungen“, erklärt Barbara Hengst. In der FMP-Stiftungsgalerie sind unter dem Titel „Kampf gegen meine Dämonen“ Werke von Edgar Moritz Pravemann zu sehen. „Bergmanns Hof zeigt Waldheimer Maler und die Tabakausstellung. Auch das Napoleonstübchen ist geöffnet“, so die Museumsleiterin.