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Kunst auf Rädern

Zum zweiten Mal fährt in diesem Jahr der Kunstbus durch die Oberlausitz. Er bietet mehr als nur eine bequeme Fahrt zu Galerien und Museen.

© SZ Thomas Eichler

Bautzen. Kaum ist das Pfingstwochenende, das auch zum Besuch offener Künstlerateliers einlud, vorüber, lockt in der Oberlausitz schon die nächste Kunst-Aktion. Nach der Premiere im vorigen Jahr ist auch 2015 wieder der Kunstbus unterwegs. Am letzten Juni-Wochenende wird er vier Orte miteinander verbinden. Zu Bautzen, Löbau und Kirschau, die auch voriges Jahr schon angefahren wurden, kommt in diesem Jahr noch Nebelschütz bei Kamenz dazu. Dort beteiligt sich der Verein Steinleicht, der jedes Jahr im Sommer eine internationale Bildhauerwerkstatt ausrichtet, an der Aktion.

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In Bautzen, Löbau und Kirschau sind jeweils mehrere Veranstalter dabei. Insgesamt laden zehn Kunstorte – vor allem Museen und Galerien – ein. Im Sorbischen Museum in Bautzen gibt es beispielsweise eine Sonderausstellung von Karl Vouk, und in der Galerie des Bautzener Kunstvereins in der Schloßstraße sind „Bücherbilder” von Uwe Hänsch zu sehen. Auch die Galerie im Landratsamt, die Citygalerie Brilke in der Wendischen Straße, das Museum am Kornmarkt und das Fotostudio Paeth am Busbahnhof sind in Bautzen mit dabei. Die Künstler der Kirschauer Kunstinitiative „Im Friese” gestalten gemeinsam mit Freunden eine Sonderausstellung, und das Atelier Tanzart lädt zu Tanz-Improvisationen ein. Ebenfalls zusammengetan haben sich Kunstvereine aus Görlitz, Zittau und Löbau. Sie zeigen in der Blumenhalle auf dem Löbauer Gartenschaugelände eine Ausstellung zum Thema „Positionen“.

Der Kunstbus wird am 27. und 28. Juni jeweils zwischen 12 und 18 Uhr alle vier Orte miteinander verbinden. Besucher können also ganz entspannt ohne nervige Parkplatzsuche anreisen – und nicht nur das. Auch im Bus selbst wird Kunst geboten: von Jazzrock über Improvisationstheater und ein Kunst-Quiz bis zur Percussion-Performance. Der Kunstbus soll nicht nur Kunst- und Kulturschaffende sowie die Kunstvereine in der Oberlausitz untereinander vernetzen, sondern Interessierten den Zugang zu Kunst prinzipiell erleichtern. Er soll zu einer Marke für zeitgenössische Kunst im Dreiländereck werden, langfristig auch grenzüberschreitend. (SZ)

Das Ticket berechtigt zur Nutzung des Kunstbusses am gesamten Wochenende und zum Eintritt in die teilnehmenden Einrichtungen. Es kostet neun Euro (zuzüglich Vorverkaufsgebühr), ermäßigt fünf Euro, Kinder bis 14 Jahre fahren kostenlos mit. Die Tickets gibt es bereits unter anderem im SZ-Treffpunkt, Lauengraben 18 in Bautzen.