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Hoyerswerda

Kunst im Wechselspiel 

Die jüngste Ausstellung im „Kunstraum Braugasse“ präsentiert gleich zwei Künstler.

Michael Kruscha, Marina Linares und Frank Gottsmann (von links nach rechts) in der Ausstellung im Bürgerzentrum.
Michael Kruscha, Marina Linares und Frank Gottsmann (von links nach rechts) in der Ausstellung im Bürgerzentrum. © Foto: KuFa / Uwe Proksch

Hoyerswerda. Auswärtige Künstler, sagt Michael Kruscha, fühlen sich im „Kunstraum Braugasse“ meist sehr wohl. „Ich spüre immer sehr viel Sympathie“, erzählt der Künstler, der sich für die KulturFabrik Hoyerswerda um die Ausstellungsreihe in Foyer und Treppenhaus des Bürgerzentrums kümmert. Am Freitag der vergangenen Woche wurde die inzwischen 14. Schau eröffnet.

„Von der Fläche in den Raum“ versammelt Werke zweier Künstler. Über Dr. Marina Linares aus Köln listet ihr Wikipedia-Eintrag auf, sie sei Kunsthistorikerin, Kulturwissenschaftlerin, bildende Künstlerin in den Bereichen Performance-Kunst und Rauminstallation sowie Autorin. Der Maler Frank Gottsmann, der in Berlin sowie im uckermärkischen Neumeichow bei Prenzlau lebt und arbeitet, unterrichtet zugleich Studenten an der Fachhochschule Potsdam im Fachbereich Design. In der Laudatio zur Vernissage hieß es, „Von der Fläche in den Raum“ verweise auf einen künstlerischen Dialog, auf die Auseinandersetzung von Malerei und Installation mit der Architektur des Bürgerzentrums .

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Interesse am Ort

Frank Gottsmann sei von den beiden Künstlern derjenige, der alles in die Fläche übersetze. Vieles davon sei jedoch auf sein Interesse an Architektur im Speziellen sowie an städtischem Lebensraum im Allgemeinen zurückzuführen. Es begegneten sich asymmetrisch gesetzte, rhythmisch geordnete, sich überlagernde Farbflächen und farbige Architektur-Umrisse. Dazu kämen collagenhafte Elemente. Marina Linares reagiere mit ihrer Installation direkt auf die Bürgerzentrums-Architektur. Michael Kruscha lernte sie 2010 kennen, als sie in ihrer Eigenschaft als Kulturwissenschaftlerin einen Text zu Arbeiten von ihm verfasste. „Inspiriert von Fotos dieses Gebäudes und seiner Funktionalität war sie von Anfang an sehr interessiert, diesen Ort, diese Stadt einmal kennenzulernen“, berichtet Kruscha, der als Schöpfer des Wandgemäldes im Café „Auszeit“ ebenso fest mit dem Wechselspiel von Architektur und Kunst bezüglich des Gebäudes verbunden ist.

Und weil Marina Linares künstlerisch so vielfältig arbeitet, begleitete sie mit „Sprachklang“ zur Ausstellungseröffnung auch noch David Brand, der mit seinem Saxofon die Vernissage musikalisch umrahmte. Michael Kruscha bereitet indessen schon Kunstraum-Ausstellung Nummer 15 vor. Ab November sind im Haus Arbeiten von Maja Nagel zu sehen, die in Eula zwischen Wilsdruff und Roßwein lebt.

Von der Fläche in den Raum, Marina Linares und Frank Gottsmann, bis zum 31. Oktober 2019.