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Kunst mit der Kettensäge

Bei einem Sturm knickt ein Trompetenbaum im Wohngebiet um. Die Genossenschaft „Frieden“ weiß sich zu helfen.

© WBG Frieden

Nossen. Kettensägenschnitzer. Was beim ersten Lesen etwas martialisch anmutet, ist für die Nossener Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) „Frieden“ die reinste Freude. Denn der Kettensägenschnitzer Markus Baumgart aus Voigtsdorf hat jetzt ein Kunstwerk geschaffen, welches ein Wohngebiet der Wohnungsbauer verschönert. Mit drei verschiedenen Sägen und noch mehr Sägeblättern im Gepäck hat Baumgart einen eigentlich toten Baumstamm zu neuem Leben erweckt.

Der Stamm gehört zu einem Trompetenbaum, der bei einem Herbststurm im vergangenen Jahr stark beschädigt wurde. „Deshalb mussten wir ihn schweren Herzens fällen lassen. Einen Teil des Stammes haben wir aber stehengelassen, da bei uns die Idee entstanden ist, eine Skulptur daraus zu gestalten“, sagt der WBG-Vorstandsvorsitzende Robert Götz. Aber Wie soll die Skulptur aussehen? Schnell sei man sich innerhalb der Genossenschaft einig geworden, dass die Skulptur etwas mit den Wohnungsbauern als auch mit dem Standort – der Straße des Friedens Nummer 6 – zu tun haben sollte.

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„Wir haben uns daher für eine Taube, das Symbol für Frieden entschieden. Das erschien uns als die passendste Gestaltungsvariante, findet sich doch das Wort Frieden in unserem Genossenschaftsnamen und die Skulptur steht in unserer Grünfläche vor dem Haus“, so Götz.

In wenigen Stunden und mit geschickten Handgriffen hatte der Künstler an der Säge, Markus Baumgart, die Wünsche umgesetzt. Die Arbeit kostete circa 450 Euro. Der Sägekünstler hatte auch den entsprechenden Entwurf dazu kreiert. Die WBG Frieden wurde 1957 gegründet. Ihre Wohnungen wurden zwischen 1959 und 1973 gebaut. Seit der Wende investiert die Genossenschaft in ihren Wohnungsbestand und das Umfeld der Häuser. In Nossen gehören der WBG mehr als 180 Wohnungen.