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Kunst, Pakete und noch viel mehr

Den „Eckladen“ in Jonsdorf wird es weiter geben – dank einer jungen Frau.

© www.foto-sampedro.de

Von Elke Schmidt

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So werden Wohnträume wahr

Egal ob Umgebinde, kleinster Wohnraum oder Dachschrägen: Für das Einrichtungshaus Schimon ist keine Decke zu niedrig, kein Raum zu klein!

Bei Cornelia Gärtig ist schon Weihnachten – zumindest im neuen „Jonsdorfer Eckladen“, der am Donnerstag eröffnet wurde. In dem kleinen Geschäft mitten im Ort, direkt gegenüber der Dammschenke, gibt es neben Adventskalendern auch etliche andere weihnachtliche Artikel. Aber das ist selbstverständlich nur ein kleiner Teil des Sortiments.

Besonders wichtig war es ihr, für den Erhalt der Post zu sorgen, damit Einheimische und Touristen weiterhin Pakete und Päckchen aufgeben sowie Briefmarken kaufen können. Sie hat vor der Eröffnung eine Umfrage unter ihren Nachbarn gestartet und die Post-Rettung stand auf deren Wunschliste ganz oben, sagt sie. Gerhard Donath vom Fahrradservice auf der Zittauer Straße will seinen DHL-Shop nach Aussage von Frau Gärtig abgeben und dann hätte es in Jonsdorf keine Post mehr gegeben. Der Fahrradhändler ist am Donnerstag für eine Bestätigung nicht erreichbar gewesen.

Leider ist ihr Laden noch keine „richtige“ Post-Filiale, sagt Frau Gärtig. Sie habe aber bereits einen entsprechenden Antrag gestellt und hofft, dass sie bald eine Zusage bekommt. Dann können die Paketboten die Pakete bei ihr abgeben, deren Empfänger nicht zu Hause sind, und müssen diese nicht mehr extra nach Großschönau oder Zittau fahren.

Sie bietet Briefumschläge in allen Größen, Schreibwaren, Zeitschriften und ein kleines, aber feines Angebot für die jeweilige Saison an. In ganz Sachsen einmalig ist ihr Angebot an Räuchermotorrädern und Räucherfahrrädern des Seiffener Künstlers Gerd Hofmann.

Cornelia Gärtig hat noch viele weitere Ideen und ihr Sortiment ist längst nicht vollständig. Handykarten sowie Leuchtmittel werden dazu kommen. Sie will einen Ebay-Shop eröffnen und außerdem freiverkäufliche Arzneimittel anbieten. Besonders Urlauber würden oft danach fragen, sagt sie. Das wird aber noch etwas dauern, denn dafür braucht sie einen Abschluss der Industrie- und Handelskammer. Als weiteres Extra möchte die Unternehmerin Elbsandsteinkunst aus Wehlen anbieten. Diese kleinen Kunstwerke aus Sandstein von Claudia Filigrani seien etwas Besonderes, sagt sie. Außerdem möchte sie Souvenirs für die Zittauer Schmalspurbahn verkaufen. Obwohl sich das alles nach einem lange überlegten Plan anhört, ist es mehr dem Zufall zu verdanken, dass sie nun Ladenbesitzerin ist. Sie wohnt in dem Haus, in dem sie den Laden betreibt. Der vorherige Mieter musste im Sommer seinen Imbiss aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Als der Hausbesitzer Heiko Firle sie daraufhin ansprach, brauchte er sie nicht lange überzeugen. Er wusste, dass sie schon länger über die berufliche Selbstständigkeit nachdachte und bot ihr an, den Raum zu mieten. Die gelernte Verkäuferin fand die Idee gut. Der Laden hat eine gute Lage, findet sie. Und ihr Arbeitsweg sei sensationell kurz. Außerdem sei das kleine Geschäft genau das, was sie sich schon immer gewünscht hat. Die Jonsdorferin freut sich auf ihre neue Aufgabe. Sie geht mit viel Schwung an die Sache und wünscht sich, dass die Jonsdorfer ihr Angebot annehmen.