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Pirna

Kunst von Sterls Musterschülerin

Martha Schrag besucht von 1898 bis 1904 Robert Sterls Damenmalschule. Anlässlich ihres 150. Geburtstages gibt es eine Sonderausstellung.

Eisengießer II: Farblithografie auf Papier von Martha Schrag.
Eisengießer II: Farblithografie auf Papier von Martha Schrag. © privat

Sie gehört zu den erfolgreichsten Schülerinnen von Robert Sterl: Eine neue Sonderausstellung im Robert-Sterl-Haus in Naundorf bei Struppen beschäftigt sich mit den Werken von Martha Schag (1870-1957). Anlässlich ihres 150. Geburstages wurde die Schau eröffnet, die Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus Privatsammlungen zeigt.

Martha Schag besuchte von 1898 bis 1904 Robert Sterls Damenmalschule. Sie zählt bis heute zu seinen Musterschülerinnen. Dass es sie einmal in die Kunstrichtung zieht, war als Tochter des Chemnitzer Landgerichtspräsidenten nicht vorherbestimmt. Schrag, die  in Borna geboren wurde und in Dresden und Chemnitz aufwuchs, fand durch Sterl zur Kunst. Nach dem Unterreicht bei ihm besuchte sie die "Malschule für Damen“ von Albert Weißgerber in München. In Chemnitz findet sie in dem kunstinteressieren Arzt Dr. Adolf Eberhard Thiele einen Förderer. Er macht es ihr möglich, die Arbeiter in der  Eisengießerei in Chemnitz-Kappel zu studieren und zu malen. Daraus entsteht eine Serie an Zeichnungen und Lithografien - und ihr fortwährendes Interesse an Motiven aus der Arbeiterwelt. Dafür war Schrag vor allem in der ehemaligen DDR bekannt. 

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Die Malerin, die 1907 die Künstlergruppe Chemnitz mit gründete, ist in Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes und der Künstlervereinigung Dresden vertreten. In den Zwanziger Jahren kann sie ihren Lebensunterhalt als freischaffende Künstlerin allein nicht verdienen. Sie gibt deshalb bis 1931 privaten Malunterricht. Während des Nationalsozialismus erhält Martha Schrag zwar kein Ausstellungsverbot, einige ihrer Werke gelten jedoch als "entartete Kunst". Im März 1945 wird ihr Haus in Chemnitz und damit auch ein Teil ihres Werkes bei einem Bombenangriff zerstört. 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges greift die Malerin erneut soziale Themen auf und beschäftigt sich künstlerisch mit dem Neubeginn und dem Wiederaufbau. Öffentlich anerkannt wird ihr Wirken 1950 durch die Verleihung der Chemnitzer Ehrenbürgerschaft. (SZ)

Die Sonderausstellung über Martha Schrag im Robert-Sterl-Haus in Naundorf läuft noch bis zum 13. September. Öffnungszeiten: Do bis So und an Feiertagen 9.30 bis 17 Uhr. Am 2. und 23. August, jeweils 11 Uhr: Führung durch das Künstlerhaus und die Ausstellung. 5. September, 15 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Ralf W. Müller, Verfasser des Buches "Gemalte Sehnsucht - Martha Schrag". 

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