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Kunstwerke mit viel Symbolik

In der Bibliothek ist eine neue Ausstellung eröffnet worden. Die Künstlerin Christiana Heidemann zeigt „Dreierlei“.

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© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Hartha. Sie malt keine Bilder, die über Sofas hängen. Ihr großer Traum ist es, dass ihre Werke in einem Museum hängen und von vielen Leuten betrachtet werden. Ein Museum ist die Stadtbibliothek nicht, aber ein Ort, an dem viele Menschen ein- und ausgehen. Sie können in den nächsten Wochen die Grafiken, Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin Christiana Heidemann anschauen und sich von ihnen faszinieren lassen. Am Freitagabend ist die Ausstellung eröffnet worden.

Die Künstlerin malt bildhaft, lässt aber so viel offen, dass jeder Betrachter die Grafik oder das Gemälde anderes interpretieren kann. Im Treppenhaus der Bibliothek hängen im unteren Teil Landschaftsaquarelle. Nicht nur die Namen wie Silberglanz, Späte Nebel oder Morgenhülle weißen auf die kühlere Jahreszeit hin. Auch die Farben und Formen stimmen auf den Herbst und Winter ein. Die Ausstellung soll bis Weihnachten gezeigt werden. Da müssen auch die Motive passen.

Im oberen Teil des Treppenhauses sind Grafiken zu sehen. Doch der Schwerpunkt des aktuellen Schaffens von Christiana Heidemann liegt bei den Ölbildern und Plastiken. Nur eine hat sie im Veranstaltungsraum ausgestellt. Es ist ein Narr. Der sieht ganz verschmitzt in die Richtung, in der ein Narr mit goldenem Gewand auf einem recht großen Gemälde zu sehen ist. „Dieses Bild stammt aus einem Narrenzyklus. Ich habe schon etwa 15 Narrenbilder gemalt“, so die Künstlerin. Sie bedauert, etwas zu spät zum Plastizieren gefunden zu haben. In ihrer Galerie auf einem Hof in Haubitz sind noch mehr Plastiken zu sehen. Bibliothekschefin Andrea Zenker besuchte die Künstlerin zum Tag des offenen Ateliers und war so von ihren Werken begeistert, dass sie Christiana Heidemann bat, in Hartha auszustellen.

Christiana Heidemann

Vielfältig und facettenreich – so sind die Arbeitsgebiete von Christiana Heidemann.

Die Künstlerin wurde 1950 in Gerolzhofen/Bayern geboren.

Heute lebt und arbeitet Christiana Heidemann im kleinen beschaulichen Dörfchen Haubitz nahe Leipzig.

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Hier zeigt sie auch eine Auswahl von Symbolbildern. Überdimensional groß sind Feuer, Wasser, Luft und Erde. „Ich arbeite viel mit Symbolik“, so die Künstlerin. Zum Beispiel ist die blaue Kugel das Seelensymbol. Das Wasser ist das Unbewusste, Weibliche, Fließende“, so Christiana Heidemann. Auch die Königin des Herzens hat sie gemalt. Das Bild ist ebenfalls im Veranstaltungsraum zu sehen. Die Künstlerin beschäftigt sich mit mystischen Dingen und den alten Symbolen und den Wurzeln der Menschheit. „Mein Ansatz ist, positiv in das Weltgeschehen einzugreifen. Alles, was mich bewegt, versuche ich geistig zu verarbeiten und in den Bildern wiederzugeben“, sagte die Künstlerin. Sie will den Betrachter auch neugierig machen.

„Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin und mich faszinieren besondere Stimmungen, dann präge ich sie mir ein. Wochen später setze ich sie um. Es ist dieselbe Stimmung, die ich wiedergebe. Aber die Landschaft werden die Betrachter so nirgends wiederfinden“, sagte die Künstlerin.