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Kupferfirma sucht mit Schallwellen den besten Schacht

Spremberg. Mithilfe von Schallwellen wird seit gestern die Lausitzer Kupferlagerstätte untersucht. Dadurch soll der beste Standort für die beiden Schächte des Bergwerkes ermittelt werden, die ab 2013 bei Spremberg errichtet werden, teilte die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH mit.

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Spremberg. Mithilfe von Schallwellen wird seit gestern die Lausitzer Kupferlagerstätte untersucht. Dadurch soll der beste Standort für die beiden Schächte des Bergwerkes ermittelt werden, die ab 2013 bei Spremberg errichtet werden, teilte die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH mit. Die Arbeiten der Firma DMT GmbH und Co. KG im Erzvorkommen Spremberg-Graustein-Schleife an der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen sollen in zwei Monaten abgeschlossen werden.

Für die Messungen erzeugen schwere Fahrzeuge durch die Vibration von Rüttelplatten an den vorgesehenen Standorten die notwendigen Signale. Bisher haben Erkundungsbohrungen in der Lagerstätte gezeigt, dass der Abbau von Kupfererz in der Lausitz in 800 bis 1300 Metern Tiefe möglich ist. Von den 200 Millionen Tonnen Erz können nach KSL-Angaben von 2017 an mindestens 130 Millionen Tonnen abgebaut werden. Daraus sollen nach der Aufbereitung und Verhüttung 1,5 Millionen Tonnen Kupfermetall hergestellt werden.

Außerdem lassen sich durch spezielle Trennverfahren auch Blei, Zink, Silber und Gold in nennenswerten Mengen gewinnen. Die KSL- Muttergesellschaft Minera will mehr als 700 Millionen Euro in den Aufbau des Bergwerkes investieren und 1000 neue Arbeitsplätze schaffen. (dpa)