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Kurs auf die Sachsenolympiade

Im Schulschach ist die Grundschule Am Schacht Spitze – sie gewann unter 59 Teams den Regionalausscheid.

© Kristin Richter

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Großenhain. Großenhain kann sich getrost eine Schach-Hochburg nennen. Nicht nur die Oberschule Am Schacht bringt eine Mannschaft in dem Königssport jetzt sogar bis zum Bundesfinale. Die Grundschule daneben macht es nach. Auch hier leitet Olaf Gose die Ganztagsbetreuung im Schach – und konnte jetzt mit seinen vier besten Spielern in Dresden der Konkurrenz davoneilen.

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59 Mannschaften aus dem Leistungsbezirk Dresden hatten sich zur Regionalolympiade zusammengefunden. „Wir waren mit zwei Teams dabei“, sagt Olaf Gose. Seine Top-Spieler kommen dabei aus der zweiten bis vierten Klasse und heißen Mariella und Maximilian Mai, Loris Eichenberg und Emil Schönitz. Diese Vier spielen nicht nur ein Mal in der Woche in der Schul-AG – die es seit rund zehn Jahren gibt – Schach, sondern trainieren teilweise schon etliche Jahre im Verein in Priestewitz.

Ziel: Unter die ersten Drei

Das machte sich bei den Wettkämpfen in Dresden nun bemerkbar. Die Schachtschüler konnten alle anderen Mannschaften hinter sich lassen und gewannen von sieben Partien fünf, zwei waren unentschieden. Damit trug Großenhain den Sieg davon und ist am 15. März in Flöha bei der Sachsenolympiade der Grundschulen dabei. Hier messen sie sich mit den 15 bis 20 besten Schulschach-Teams aus dem ganzen Freistaat.

Schon vor zwei Jahren fuhr Olaf Gose mit einer Grundschulmannschaft zum Sachsenausscheid. Dafür konnten sich die Großenhainer nur durch die Absage einer Mannschaft qualifizieren. „Doch damals kamen wir lediglich ins hintere Drittel“, erinnert sich Viertklässler Maximilian, der schon dabei war. Hatten die Schachtschüler 2016 nur eine Außenseiterposition auf Landesebene, wollen sie nun unter die besten drei Teams kommen. Veranstalter ist dann wieder der Bereich Schulschach im Schachverband Sachsen. Der unterstützt auch den Ganztagsunterricht mit Material.

Wie schafften es die Großenhainer, sich so zu verbessern? „Die Schüler sind es jetzt gewöhnt, Turniere zu spielen“, erklärt Olaf Gose. Das Regionalfinale lief von 9.30 Uhr bis 15 Uhr. Die sieben Partien dauerten je 20 Minuten. So lange Konzentration ist für Grundschüler schon relativ anspruchsvoll.

Ausdauer ist also gefragt, aber auch spielerische Erfahrung. „Wir haben hier Elternhäuser, die richtig gut mitziehen“, lobt Trainer Olaf Gose. Die Grundschüler müssen ja regelmäßig zu Wettkämpfen gebracht werden. Familie Mai zum Beispiel verbringt auch den Urlaub mit Schach – im Schachferienlager Grömitz, einem Ostseebad, wie Trainer Gose erzählt.

Bei Handyklingeln verloren

Auch zu Hause werde Schach gespielt, und in den Winterferien trainierten die vier Grundschultalente ebenfalls. Auf einen Matt-Angriff muss es ja nicht gleich hinauslaufen. „Wir üben, wie man dem Gegner so viele Figuren wie möglich abnimmt und ihn lockt, Fehler zu machen“, so Olaf Gose.

Schach ist aber nicht nur ein Strategiespiel, sondern auch gut als Suchtvorbeugung. Wieso, dass erklärt Olaf Gose gern: „Wenn bei einem Schachwettkampf das Handy klingelt, hat derjenige automatisch verloren“, sagt er. Smartphones sind aber auch als elektronisches Hilfsmittel tabu.