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Längere Arbeitszeiten

VW. In den westdeutschen Werken läuft die Vier-Tage-Woche aus.

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Hannover. Volkswagen und die Industriegewerkschaft (IG) Metall haben einen wichtigen Schritt zur Sanierung der Traditionsmarke VW erreicht: Im Kern hat die IG Metall deutlich längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich zugestimmt – und damit die Abkehr von der seit 13 Jahren geltenden Vier-Tage-Woche besiegelt. Im Gegenzug gab der Autohersteller verbindliche Zusagen für die langfristige Zukunft der sechs westdeutschen Werke.

Auf diese Kernpunkte einigten sich die Tarifparteien am Freitag in Langenhagen bei Hannover nach einem mehrmonatigen Verhandlungsmarathon. Mit der Vereinbarung kann VW nach Aussage von Personalvorstand Horst Neumann seine Arbeitskosten deutlich senken. Die Marke liegt nach seinen Worten bei den Arbeitskosten künftig auf dem Niveau der bisher ungleich profitableren Tochter Audi.

Bisher gilt in den sechs westdeutschen VW-Werken in Wolfsburg, Hannover, Salzgitter, Kassel, Emden und Braunschweig in der Regel eine Vier-Tage-Woche. Sie war Ende 1993 von IG Metall und dem damaligen Personalvorstand Peter Hartz vereinbart worden. Künftig gibt es nun für die Beschäftigten in der Produktion einen Arbeitszeitkorridor zwischen 25 und 33 Stunden, für den das bisherige Monatseinkommen gezahlt wird.

Die Marke VW war 2005 nur knapp an roten Zahlen vorbeigeschrammt. Die westdeutschen Werke hatten im vorigen Jahr einen dreistelligen Millionenverlust eingefahren. VW hatte die IG Metall deshalb zu Verhandlungen über den Haustarif aufgefordert. (dpa)