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Lärmmessung an der Herderhalle

Die Stadt will den Anwohnern entgegenkommen und lässt bei der nächsten Tanzveranstaltung den Schallpegel prüfen.

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© Marko Förster

Pirna. Als Turnhalle gebaut, als Veranstaltungshalle genutzt – und das mitten im Wohngebiet. Seit in der Copitzer Herderhalle regelmäßig nicht nur Konzerte, sondern auch abendliche Tanzveranstaltungen stattfinden, gibt es Ärger mit den Anwohnern. Sie beschweren sich über den Schall, der nach außen dringt sowie über das Zuschlagen von Autotüren mitten in der Nacht.

Die Stadtverwaltung kündigt nun an, den Schallschutz der Halle noch einmal zu prüfen. Von den Ergebnissen hängt unter anderem ab, wie viele Besucher zu Discoveranstaltungen zugelassen werden und wie laut die Musik spielen darf. „Erklärtes Ziel der Stadtverwaltung ist es, dass die Nachbarschaft so wenig wie möglich beeinträchtigt wird“, sagt Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin. Aufgeben als abendlichen Veranstaltungsort will die Stadt die Herderhalle nicht. Seit der Schließung der Tannensäle gibt es schlicht keine Alternative.

Parkplatz bleibt nachts dicht

Bei einer Routine-Überprüfung der Rettungswege sei festgestellt worden, dass Veranstaltungen mit 500 Gästen gefahrlos in der Halle durchgeführt werden können, so die Stadtsprecherin. Sogar Konzerte mit 1 000 Besuchern würde die Halle zulassen. Das kommt der Stadt als Vermieter der Halle entgegen, werden doch vor allem die Ü-30-Partys in der Herderhalle beim Pirnaer Publikum immer beliebter.

Den Anwohnern macht das Sorgen. Deshalb will die Stadt nun prüfen, ob sie beim Lärmschutz nachbessern muss. Bei der nächsten Ü-30-Party, die als Sonderveranstaltung genehmigt wurde, soll deshalb eine amtliche Lärmmessung stattfinden, kündigt die Stadt an. Auch bleibe der Parkplatz direkt an der Halle bei Nachtveranstaltungen gesperrt.

Die Pirnaer Kultur- und Tourismusgesellschaft hat 2015 neun eigene Veranstaltungen in der Herderhalle durchgeführt. Weitere dreizehnmal wurde die Halle für Veranstaltungen vermietet. (SZ/ce)