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Läufer sammeln Geld für Hospizarbeit

Ob im Kinderwagen oder mit dem Rollator – für den Verein Lebenszeit haben alle ihre Runden gedreht. Schon im Vorfeld wurde gespendet.

© Dietmar Thomas

Von Claudia Erbert

Leisnig. Die Leisniger haben zum dritten Mal Sport für einen guten Zweck gemacht. Weil im vergangenen Jahr am Sportplatz an der Linde gebaut wurde, fiel der Spendenlauf einmal aus. „Nach 2013 und 2014 können wir jetzt wieder laufen“, freut sich Jule Flohr, die bei der Organisation hilft. „Wir können und wollen uns nicht mit den großen Läufen in Waldheim oder Döbeln vergleichen. Aber wir haben wieder ein paar mehr Leute motiviert, mitzumachen.“

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Bereits im Vorfeld haben Schulen, Kindergärten und Helfer Sponsoren aufgetrieben, etliche haben bereits vor dem Lauf Geld überwiesen und sich versichern lassen, dass die Runden erbracht werden.

Der Verein Lebenszeit präsentiert sich an einem Stand, die Kinder können sich schminken lassen oder basteln, für die Verpflegung sorgen freiwillige Helfer am Grill.

Nach dem Startschuss am Morgen gehen Leisniger jeden Alters auf die Runden: Familien mit dem Kinderwagen, Kleinkinder an der Hand von Eltern oder Geschwistern. Schüler laufen ausdauernd über drei Stunden und sogar Rentner mit dem Rollator umrunden langsam den Platz, um den Verein, der sich vor allem in der Hospiz- und Palliativarbeit engagiert, zu unterstützen.

Ohne großen Aufwand mit Startnummern, offiziellen T-Shirts oder Stadionsprecher funktioniert diese Veranstaltung. Die Helfer haben im Vorfeld Pappkärtchen geschnitten und Kästchen gezogen, in die für jede Runde ein Stempel kommt. Wenn eine Karte voll ist, gibt es fürs Weiterlaufen einfach eine weitere.

Die fünfjährige Casey schafft 20 Runden und trägt damit zu den insgesamt 1 630 Runden der 213 Läufer bei. Die Spendensumme liegt bisher bei 2 500 Euro. Im Laufe der Woche werden noch einige Spenden erwartet. Alle Helfer von Solemed, die Runden abstempeln und Grillen, den Johannitern, die zum Glück niemanden verarzten mussten, den Kameraden der Feuerwehr, die auch einige Runden beitragen und den Einrichtungen der Stadt freuen sich, dass trotz der winterlichen Temperaturen so ein Ergebnis erreicht werden konnte. „Wir freuen uns über die Summe und danken allen Sponsoren, sicher wird es den Lauf auch nächstes Jahr geben“, fasst Jule Flohr zusammen.