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Politik

Lagarde für EZB-Spitze nominiert

Die Euro-Finanzminister haben sich auf eine Nachfolgerin für Mario Draghi geeinigt. Lagardes Posten beim IWF soll wieder ein Europäer übernehmen.

Christine Lagarde ist bisher Chefin des Internationalen Währungsfonds. Nun soll sie Nachfolgerin von Mario Draghi bei der EZB werden. © Michel Euler/AP/dpa

Brüssel. Die Euro-Finanzminister haben die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, offiziell für die Nachfolge von Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) nominiert. Das verlautete beim EU-Finanzministertreffen am Dienstag in Brüssel.

Die Zentralbank mit Sitz in Frankfurt entscheidet über die Geldpolitik in der Euro-Zone und bestimmt unter anderem den Leitzinssatz, der auch für Sparer und Kreditnehmer wichtig ist. Ihr Hauptziel ist es, Preisstabilität zu gewährleisten. Die Amtszeit an der EZB-Spitze dauert acht Jahre und kann nicht verlängert werden. Draghis Amtszeit endet Ende Oktober.

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Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten Lagarde in der vergangenen Woche vorgeschlagen, für die Benennung ist allerdings die offizielle Nominierung durch die Finanzminister nötig. Das Europaparlament wird nun konsultiert. Die Staats- und Regierungschefs würden dann im Oktober die endgültige Entscheidung treffen, hieß es.

Im Kreis der EU-Finanzminister herrschte zudem Übereinstimmung, dass der Spitzenposten beim IWF wieder von einem Europäer oder einer Europäerin besetzt werden sollte. Einen gemeinsamen Kandidaten gibt es noch nicht, allerdings kursieren bereits erste Namen. Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna sagte, der Betreffende müsse Erfahrung im Krisenmanagement auf internationalem Level haben. Der frühere Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem erfülle diese Beschreibung. (dpa)