merken

Lagerfeueralarm im Nationalpark

Feuerwehren suchen am Sonnabend nach einer illegalen Feuerstelle. Ohne Erfolg. Strafzettel gibt es trotzdem.

© Marko Förster

Von Anja Weber

Sächsische Schweiz. Eher zufällig haben Reinhardtsdorfer Feuerwehrleute am Samstagabend ein offensichtlich unerlaubtes Lagerfeuer entdeckt. Als sie gerade von einem Einsatz einrückten, sahen sie von ihrem Gerätehaus einen Feuerschein auf der anderen Seite der Elbe. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge aus Bad Schandau und Schmilka fuhren daraufhin zu den Rauschensteinen, wo das Feuer vermutet wurde.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

In der Dämmerung begann eine aufwendige Suche, die darin gipfelte, dass ein Feuerwehrauto mit Blaulicht den Elbleitenweg abfuhr, um die Feuerstelle besser einzugrenzen. Als Blaulicht und Feuerschein in einer Höhe waren, gaben die Kameraden auf der gegenüberliegenden Elbseite per Funk Bescheid. Auch das führte nicht zum Erfolg, sodass die Suche am späten Abend eingestellt wurde.

Am Sonntagmorgen griff die Nationalparkwacht in den Rauschensteinen eine Gruppe auf, die trotz des Verbots dort übernachtet hatte. Die Angehörigen der Gruppe mussten eine Ordnungsstrafe zahlen. Ein illegales Lagerfeuer war ihnen aber dem Vernehmen nach nicht nachzuweisen.

Bad Schandaus Stadtwehrleiter Kai Bigge sieht nach diesem Vorfall die Waldbrandsaison eröffnet. Er sagte: „Ich hoffe, dass die Besucher des Nationalparks sich dieses Jahr mehr an die Nationalparkordnung halten und offenes Feuer nur an den erlaubten Stellen entfachen.“ (SZ)