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Land will die Lederfabrik nicht

Nach einem offiziellen Schreiben an die Stadt Freital wird der Abriss der Industrieruine immer wahrscheinlicher.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Tobias Winzer

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Freital. Nun hat es die Stadt Freital auch schriftlich. Wie Finanzbürgermeister Peter Pfitzenreiter (CDU) in der jüngsten Stadtratssitzung mitteilte, wird der Freistaat die Lederfabrik nicht kaufen. Es sei ein Schreiben im Rathaus dazu eingegangen, so Pfitzenreiter. Wie das sächsische Finanzministerium darin mitteile, sei das Gebäude als Behördenstandort nicht nutzbar. Es befinde sich in einem desolaten Zustand. Außerdem werde in dem Schreiben auf vorhandene Altlasten verwiesen. Am Rande eines Termins im Edelstahlwerk in der vorvergangenen Woche hatte Finanzminister Georg Unland (CDU) bereits ähnliches mitgeteilt.

Damit ist der Abriss des Gebäudes sehr wahrscheinlich. Im Frühjahr hatte der Freitaler Stadtrat in einem Beschluss festgelegt, dass die Lederfabrik abgerissen werden soll – es sei denn, es findet sich innerhalb eines guten Jahres ein Käufer für die Immobilie. Als Option galt, dass der Freistaat die Lederfabrik übernimmt und dort das sogenannte Haus der Bildung einrichtet. Das scheint nun vom Tisch. Der Freistaat sucht nun nach einem neuen Standort in Freital für die Behörde.

Im Haus der Bildung sollen künftig neben der Regionalstelle der Bildungsagentur, die für Dresden, den hiesigen und den Meißner Landkreis zuständig ist, auch das bis jetzt in Radebeul ansässige Sächsische Bildungsinstitut einziehen.

In der Freitaler Stadtverwaltung laufen derweil bereits erste Vorbereitungen für den Abriss der Lederfabrik. Da sie denkmalgeschützt ist, muss das Denkmalamt einem Abriss zustimmen. Was nach dem Abriss mit dem dann freien Grundstück passiert, ist noch offen. Es könnte an einen Investor verkauft werden.